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Krebserkrankungen - Vulva- und Scheidenkrebs

Vulva- und Scheidenkrebs (Vulva- und Vaginalkarzinom)

Zu den gynäkologischen Tumorerkrankungen gehören auch der Vulva- und der Scheidenkrebs. Jährlich erkranken in Deutschland rund 3.130 Frauen an Vulvakrebs. Das Erkrankungsrisiko nimmt mit höherem Lebens­alter zu. Mehr als die Hälfte der betroffenen Frauen ist über 70 Jahre alt bei der Diagnosestellung. Es erkranken jedoch zunehmend auch jüngere Frauen unter 40 Jahren. Während der Vulvakrebs die äußeren, sichtbaren Geschlechtsorgane der Frau betrifft, bezeichnet der Begriff "Vaginalkarzinom" die Krebserkrankung der Scheide (Vagina). Diese Krebsart ist mit etwa 450 Fällen pro Jahr eher selten. Im Durchschnitt ist eine Frau 74 Jahre alt, wenn die Ärztin/der Arzt erstmals einen bösartigen Tumor der Scheide feststellt.

Beide Krebsarten werden häufig im Rahmen der gynäkologischen Vor­sorge­unter­suchung festgestellt. Ab einem Alter von 20 Jahren haben Sie Anspruch, sich einmal im Jahr auf  von Ihrer Frauen­ärztin/Ihrem Frauenarzt zur Krebsvorsorge untersuchen zu lassen. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse. Ziel der Untersuchungen ist es, Krebs­erkrankungen früh zu erkennen und damit die Heilungschancen zu erhöhen. Auch Frauen in einem höheren und im hohen Alter können dieses Angebot wahrnehmen. Ob Sie eine Früh­erkennungs­­unter­­suchung in Anspruch nehmen, ist Ihre persönliche Entscheidung. Um Ihnen diese Ent­schei­dung zu erleichtern, informieren wir Sie über die Erkrankung, Behand­lungs­methoden sowie Mög­lich­keiten der Früh­erken­nung und Vorbeugung. Die hier dargestellten Erkenntnisse sind qualitätsgeprüft und neutral.

Was ist Vulvakrebs?

Der Begriff Vulvakrebs umfasst alle bösartigen Tumoren der Vulva. Zur Vulva zählen alle äußeren Geschlechts­organe der Frau. Zu Beginn verursacht Vulva­krebs nur selten wesent­liche Beschwerden.

Früherkennung und Diagnose

Besondere Tests zur Früherkennung gibt es für den Vulva­krebs derzeit nicht. Häufig wird die Erkrankung durch Zufall im Rahmen einer frauen­ärztlichen Vorsorge­unter­suchung durch die Ärztin/den Arzt erkannt.

Behandlung

Wird der Vulvakrebs frühzeitig erkannt, bestehen gute Aus­sich­ten auf Heilung. Eine Operation ist dabei die wichtigste Behandlungs­methode.

Vorbeugung

Bei bis zu 40 Prozent aller Frauen mit Vulva­krebs stellt die Ärztin/der Arzt eine Infektion mit Humanen-Papilloma-Viren (HPV) fest. Seit 2007 über­nehmen die gesetz­lichen Kranken­kassen deshalb bei Mädchen zwischen 9 und 17 Jahren die Kosten für eine HPV-Impfung.

Scheidenkrebs

Als Scheiden- oder Vaginalkrebs werden bös­artige Tumoren der Scheide bezeichnet. Häufig wird die Diagnose im Rahmen einer frauen­ärzt­lichen Vorsorge­unter­suchung gestellt. Wird die Krebs­erkrankung früh­zeitig erkannt, bestehen gute Aussichten auf Heilung.

 

 

Letzte Aktualisierung: Januar 2018

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