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Psychische Erkrankungen - Depression

Depression

Depressionen zählen zu den häufigsten seelischen Störungen über­haupt. Frauen sind dabei doppelt so häufig betroffen wie Männer. Rund 13 Prozent der Frauen (Männer: 6,4 Prozent) in Deutschland berichten, dass bei Ihnen innerhalb der letzten 12 Monate eine Depression oder depressive Verstimmung diagnostiziert wurde. Insgesamt liegt das Risiko für Frauen in ihrem Leben eine Depression zu entwickeln bei 35 Prozent (Männer: 20 Prozent).

Im Gegensatz zu kurzfristigen Phasen von Traurigkeit, die für jeden Menschen zum normalen Dasein gehören, verschwindet eine Depres­sion nicht von alleine wieder und ist auch nicht durch ein freudiges, positives Erlebnis beeinflussbar. Eine Depression sollte deshalb immer professionell behandelt werden. Frauen gehen dabei in der Regel offener mit ihren Beschwerden um als Männer und sind eher bereit, sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Dennoch erhalten bei weitem nicht alle Betroffenen die Unter­stützung, die sie brauchen. Dies liegt unter anderem daran, dass viele Menschen ihre depressiven Symptome nicht zuordnen können und dahinter körperliche Ursachen vermuten. Manchmal hindert sie jedoch auch die Angst vor einer sozialen Stigmatisierung daran, über ihre Beschwerden zu sprechen. Dies ist insbesondere bei Frauen mit einer Wochenbettdepression der Fall. Diese tritt bei etwa 10 bis 15 Prozent aller Mütter innerhalb von drei Monaten nach der Entbindung auf, insbesondere bei jüngeren Frauen.

Eine Depression ist jedoch keinesfalls ein Anzeichen von Versagen oder Charakter­schwäche und ist in keinem Fall selbstverschuldet. Depressive Störungen müssen immer genauso ernst genommen werden wie eine körperliche Erkrankung. Sollten Sie Anzeichen einer Depression an sich erkennen, sollten Sie eine Ärztin/einen Arzt oder eine Psycho­therapeutin/einen Psycho­therapeuten aufsuchen. Je früher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten.

Ursachen und Anzeichen

Wenn eine Person an einer Depression erkrankt, spielen meistens mehrere Faktoren eine Rolle. Die Anzeichen für die Erkrankung sind vielfältig und können auch mit körperlichen Beschwerden einhergehen.

Diagnose

Bei der Diagnose ist es besonders wichtig, eine Depression von einer vorübergehenden Verstimmung zu unterscheiden. Aus diesem Grund wird Ihre Ärztin/Ihr Arzt oder Ihre Psycho­therapeutin/Ihr Psycho­therapeut zunächst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen.

Behandlung

Eine Depression lässt sich heutzutage oftmals sehr gut behandeln. Zwar ist eine Heilung nicht immer möglich, aber die Beschwerden lassen sich in der Regel so gut lindern, dass sich die Lebens­qualität erheblich verbessert.

Was Sie selbst tun können

Der wichtigste Schritt, den Sie selbst tun können, ist es, sich bei Anzeichen für eine Depression in ärztliche Behandlung zu begeben. Sie können den Genesungsprozess zusätzlich unterstützen.

Wochenbettdepression (Postpartale Depression)

Die meisten Menschen verbinden Schwangerschaft und Geburt mit Glück und Freude. Für einige Frauen kann diese Lebensphase jedoch mit psychischen Störungen einhergehen. Eine Depression ist jedoch kein Zeichen dafür, dass Sie eine schlechte Mutter sind. Vielmehr handelt es sich um eine Erkrankung, die gut behandelt werden kann.

 

Letzte Aktualisierung: April 2018