1. Sprung zur Suche
  2. Sprung zur Servicenavigation
  3. Sprung zur Hauptnavigation
  4. Sprung zum Inhalt
  5. Sprung zum Footer

Herz-Kreislauf-Gesundheit

Rehabilitation

Die Rehabilitation bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen soll Sie dabei unter­stützen, Ihre psychische und kör­per­liche Gesund­heit best­möglich wieder­her­zustellen. Ein wichtiger Aspekt ist es auch, Ihre Selbst­ständig­keit im Alltag zu verbessern und Ihnen bei der Wieder­ein­gliederung in den Beruf zu helfen. Sie lernen mit Ihrer Krank­heit umzu­gehen und erfahren, was Sie selbst tun können, um Ihre Gesund­heit zu erhalten. Die Reha­­bili­­tation sollte möglichst ganz­heit­lich ablaufen, also sowohl körper­­liche als auch gegebe­nen­falls not­wen­dige psycho­lo­gische und sozia­le Maß­nah­men umfassen.

Die Rehabilitation nach einem akuten Ereignis schließt idealer­weise direkt an den Kranken­haus­aufent­halt an, Ärztinnen und Ärzte sprechen in diesem Fall auch von einer Anschluss­heil­be­hand­lung. Die Rehabili­tation kann ambu­lant oder stationär erfolgen. Welche Reha-Form für Sie die richtige ist, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.

Anspruch

Anspruch auf eine Rehabili­tation haben Sie unter anderem nach

  • einem Herzinfarkt
  • einer Bypass-Operation
  • einer Herzklappenoperation
  • einer Herzinsuffizienz (nach stationärem Aufenthalt, nach Implan­tation eines Defibrillators sowie nach Implantation eines Links­herz­unter­stützungs­systems oder nach einer Herz­­trans­plan­tation)

Doch auch bei anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann ein Reha­bili­ta­tions­bedarf bestehen und Sie können gemeinsam mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt die Rehabilitation bean­tragen.

Ablauf

In den Reha-Einrichtungen arbeiten medizinische Fach­kräfte, die Ihre Therapie überwachen. Sie werten außerdem nochmals Ihre persön­lichen Risiko­fak­toren aus, sodass Sie die Chance haben, Ihr indivi­duelles Risiko mit professio­neller Hilfe zu senken.

mehr

 

Bewegung und Ernährung

Während Ihrer Rehabilitation absolvieren Sie ein gezieltes körper­liches Training. Wenn möglich, wird sich die Intensität Ihres Trainings­pro­gram­mes langsam steigern und Sie werden darüber hinaus mit dem selbst­stän­digen Training im Alltag vertraut gemacht. Mit dem Training soll die körperliche Fitness ver­bes­sert werden. Liegt ein Blut­hoch­druck vor, kann sich das Bewegungs­programm ebenfalls positiv auswirken. Während der Reha-Maßnahme erfahren Sie darüber hinaus wie Sie durch ausreichend Bewegung und eine aus­gewo­gene Ernäh­rung lang­fristig Über­ge­wicht reduzieren können. Zudem erfahren Sie, wie Sie mit Ihrer Ernährung dazu bei­tragen, den Cholesterin­spiegel zu senken.

Rauchen

Zigarettenrauchen ist einer der wichtigsten Risiko­faktoren für die Entstehung eines Herz­infark­tes. Insbe­sondere Frauen fällt es häufig schwer, mit dem Rauchen aufzuhören. Als Raucherin erhalten Sie Unter­stützung mit dem Rauchen aufzuhören und Sie haben die Möglichkeit, an Raucher­ent­wöhnungs­pro­gram­men teil­zu­nehmen.

Psychische Gesundheit

Genauso wichtig wie Ihr körperliches Wohlergehen ist Ihre psychische Gesund­heit. Während der Rehabili­ta­tion erhalten Sie deswegen auch Unter­stützung bei der Krank­heits­bewälti­gung und ein Screening auf Depressionen oder Angst­störungen. Sie lernen Techniken zur Stress­bewäl­ti­gung und Ent­span­nungs­ver­fah­ren kennen. Fragen zur sozialen und beruf­lichen Wieder­ein­glie­derung können Sie bei einer sozial­medi­zi­nischen Bera­tung klären.

Begleiterkrankungen

Leiden Sie an neu entdeckten Begleiterkrankung, beispiels­weise Diabetes mellitus, leiten die Ärztinnen und Ärzte nicht nur eine Be­hand­lung ein, sondern geben Ihnen außerdem wichtige Informationen zum Umgang mit der Erkran­kung. Auch Fettstoffwechselstörungen werden behandelt. Wichtig ist für Sie auch zu erfahren, wie die Medika­mente wirken, die Sie einnehmen sollen und warum es gefährlich ist, die Medikamente einfach abzu­set­zen.

Insbesondere ältere Frauen, die an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, zusätzlich an Übergewicht und einer chronischen Erkran­kung wie Diabetes mellitus Typ 2 leiden und zudem eine schlechte psychische Verfassung haben, benötigen besondere Reha-Maß­nah­men. Diese sollten neben der Kontrolle von körper­lichen Risiko­fak­toren beson­ders die frauen­­spezi­fischen Belas­­tungen berück­­sichtigen, das Selbst­vertrauen und die Selbst­moti­vation von Frauen stärken und sie unter­stützen Änderungen des Lebens­stils im Alltag praktisch um­zu­setzen.

Selbsthilfegruppen

Um die erreichten Erfolge der Rehabilitation langfristig zu sichern, ist die Teilnahme an einer Herz­sport­grup­pe, einer Herz­gruppe oder einem struk­tu­rierten Nachsorgeprogramm empfehlenswert. Durch den Aus­tausch mit anderen Betroffenen fällt es leichter, gesund zu leben, mehr Selbst­sicher­heit im Alltag zu finden und die in der Rehabilitations­klinik erlernte Bewegungs­therapie fortzusetzen. Wichtig ist, dass das Pro­gramm ärzt­lich betreut wird. Die Kosten für die Teilnahme werden in der Regel von der gesetzlichen Kranken- oder Renten­ver­siche­rung über­nom­men. Ihre Ärztin/Ihr Arzt stellt dafür einen ent­sprechen­den Antrag. Adressen von Herz­gruppen beziehungs­weise Herz­sport­gruppen in Ihrer Nähe erhalten Sie von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder von Ihrer Kranken­kasse.

Zusammenfassung

  • Nach einem Herzinfarkt oder einer Operation am Herzen schließt in den meisten Fällen eine Reha­bili­tations­maß­nah­me an. Diese kann ambulant oder stationär erfolgen
  • Eine Rehabilitation zielt darauf ab, die körper­liche und psychi­sche Gesund­heit wieder­her­zu­stellen und die Selbst­ständig­­keit im Alltag zu fördern
  • Die Rehabili­tation sollte möglichst ganz­heitlich sein und körper­liches Training, bedarfs­weise Raucher­ent­wöhnungs­pro­gramme, Informa­tionen zu Begleit­erkran­kungen sowie Unter­stützung für ein gesund­heits­be­wusstes Leben und die soziale/berufliche Wieder­ein­glie­derung umfassen
  • Nach der Maßnahme kann der Besuch von Selbst­hilfe­grup­pen helfen, ein herz­gesun­des Leben im Alltag um­zu­setzen

           

          Letzte Aktualisierung: Mai 2019