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Chronische Unterleibsschmerzen

Was sind chronische Unterleibsschmerzen?

Unterleibsschmerzen, wie sie beispielsweise während der Regelblutung auftreten, kennen die meisten Frauen. Manchmal stellen sich jedoch immer wieder starke Schmerzen ein, die sich nicht mit den normalen körperlichen Vorgängen während des weiblichen Zyklus erklären lassen. Von chronischen Unterbauchschmerzen sprechen Ärztinnen und Ärzte, wenn es über mindestens sechs Monate zu anhaltenden oder immer wieder­kehrenden quälenden Schmerzen in Bauch und Becken kommt, die die Lebens­qualität deutlich einschränken. Die Beschwer­den werden bei einem Teil der Patien­tinnen überwiegend durch körper­liche Veränderungen verursacht, bei anderen können emotio­nale Konflikte oder psycho­soziale Belas­tungen als entscheidende ursächliche Faktoren gelten.

Chronische Unterleibsschmerzen sind keineswegs selten. Auch wenn für Deutschland keine verlässlichen Daten existieren, ist beispielsweise aus den USA bekannt, dass etwa 15 Prozent der 18- bis 50-jährigen Frauen an Unterleibsschmerzen leiden. Dabei empfinden viele Frauen nicht nur die Schmerzen als sehr belastend: Hinzu kommen die Ungewissheit über die Ursachen und die Angst vor einer schwer­wiegenden Erkrankung. Betroffene Frauen leiden deshalb oft auch unter seelischen Problemen und fühlen sich in ihrer Lebensqualität und ihrem sozialen und beruflichen Leben erheblich beeinträchtigt.

Zusammenfassung

  • Wenn Frauen mindestens sechs Monate lang unter quälenden Schmerzen in Bauch und Becken leiden, sprechen Ärztinnen und Ärzte von chronischen Unterleibs­schmerzen
  • Chronische Unterleibsschmerzen treten relativ häufig auf. Wieviele Frauen und Mädchen genau betroffen sind, ist jedoch unklar
  • Es gibt körperliche und psycho­soziale Ursachen für die Beschwerden, oft ist es eine Mischung aus beidem
  • Viele betroffene Frauen nehmen zusätzlich zu den Schmer­zen die Ungewiss­heit über die Ursachen und die Angst vor einer ernst­haften Erkrankung als stark belastend wahr

 

Letzte Aktualisierung: Januar 2018