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Chronische Unterleibsschmerzen

Was sind die Ursachen für chronische Unterleibsschmerzen?

Die Ursachen für chronische Unterleibsschmerzen sind oft komplex. Hinter den Pro­blemen kann sich manchmal eine ernst­hafte Erkrankung verbergen, die jedoch nur äußerst selten lebens­bedrohlich ist. In den meisten Fällen lassen sich jedoch die Beschwerden nicht vollständig durch körperliche Ursachen erklären.

Körperliche Erkrankungen, bei denen chronische Unterleibsschmerzen auftreten können, sind zum Beispiel:

  • Gynäkologische Erkrankungen wie Endometriose, Verwachsungen im Unterbauch, Myome, das polyzystische Ovarsyndrom, bösartige gynäko­logische Erkran­kungen oder eine venöse Stau­ung im kleinen Becken
  • Urologische Erkrankungen wie chronische Harnwegsentzündungen und Harnsteine
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  • Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems, zum Beispiel chronische Rückenschmerzen, das Nervenkompressionssyndrom oder eine Fibromyalgie

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Eine wesentliche Rolle spielen auch psychische Belastungen und emotionale Konflikte, auf die der Körper mit Schmerzen im Unterbauch reagiert. Dazu gehören zum Beispiel psychosoziale Faktoren wie Angststörungen oder depressive Störungen, aber auch ein traumatisches Ereignis wie sexueller Missbrauch.

Diagnose

Wegen der komplexen Ursachen kann sich die Diagnose bei chro­ni­schen Unterleibschmerzen bei einigen Frauen langwierig gestalten. Neben einem ausführlichen Gespräch mit der Ärztin/dem Arzt, das auch mögliche psychi­sche Ursachen einbe­zieht, sind oftmals verschie­dene Unter­suchungen für eine gezielte Diagnose erforderlich.

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Dazu zählen zum Beispiel vor­rangig eine frauen­ärztliche Unter­suchung mit einer Ultraschall­unter­suchung und der Kon­trolle verschiedener Labor- und Blut­werte. Eine Bauch­spiegelung (Laparos­kopie) stellt oft einen sinn­vollen und wichtigen Schritt bei der Abklärung dar. Manchmal wird die Ärztin/der Arzt auch Medizinerinnen/Mediziner aus anderen Fachgebieten hinzuziehen, um die Ursachen der Probleme ausfindig zu machen.

Selbst wenn die Ärztin/der Arzt ein körperliches Problem ausfindig machen kann, erklärt dieses allerdings oftmals nicht die Stärke der Unterleibsschmerzen. Viele betroffene Frauen empfinden es daher als sehr frustrierend, wenn es für die zum Teil quälenden Be­schwer­den scheinbar keine eindeutige Erklärung gibt.

Zusammenfassung

  • Chronische Unterleibsschmerzen können sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben
  • Nur in seltenen Fällen verbirgt sich eine ernsthafte beziehungsweise lebensbedrohliche Erkrankung hinter den Schmerzen
  • Die Diagnose bei chronischen Unterleibsschmerzen kann sehr langwierig sein und umfasst neben einem ausführlichen ärztlichen Gespräch, frauenärztliche Untersuchungen einschließlich eines Ultraschalls sowie die Kontrolle von Blutwerten
  • Oft ist eine Bauchspiegelung zur Abklärung erforderlich
  • Auch wenn die Ursache für die Schmerzen gefunden ist, ist damit häufig noch nicht die Stärke der Schmerzen erklärt

 

Letzte Aktualisierung: Januar 2018