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Endometriose

Behandlung

Wie wird Endometriose behandelt?

Generell richtet sich die Behandlung nach den Symptomen. Es gibt Frauen, die nichts von ihrer Endometriose wissen, weil sie kaum oder gar keine Beschwerden haben. Wenn keine oder wenig Symptome da sind, ist auch nicht unbedingt eine Behandlung notwendig. Wenn durch Endometrioseherde Beschwerden auftreten, ist dann zu überlegen, welche therapeutischen Maßnahmen sinnvoll sind.

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Es gibt verschiedene, sowohl medikamentöse als auch operative Behandlungsmöglichkeiten. Derzeit gibt es keine aussagefähige Evidenz, welche Behandlungen außer Operation (hier v. a. Bauchspiegelung, ggf. mit Lösung von Verwachsungen und Entfernung von Endometrioseherden) und Hormonbehandlung (es gibt verschiedene Formen der Hormontherapie) bei Endometriose helfen.

Welche Therapie die richtige ist, kommt auf die Beschwerden an, die die Endometriose machen kann bzw. Ihnen bereitet. Alle Therapiemöglichkeiten - sowohl operative, als auch medikamentöse/hormonelle - haben Vor- und Nachteile. Wir empfehlen Ihnen, diese mit Ihrem Gynäkologen/Ihrer Gynäkologin zu besprechen.

Eine allgemeingültige Empfehlung für eine erfolgreiche Behandlungsstrategie bei Endometriose kann leider nicht gegeben werden. Jede Frau muss den für sie richtigen Weg finden. Aber gerade auch bei länger bestehender Erkrankung lohnt sich die Mühe, um eine akzeptable Lebensqualität zu erreichen und zu halten.

Welche medikamentösen Therapien gibt es?

Zu den medikamentösen Verfahren gehören schmerzlindernde Medikamente sowie verschiedene Hormonpräparate. Das richtige Medikament zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Individuell ist die Wirkung durchaus unterschiedlich und auch die Nebenwirkungen variieren von Frau zu Frau. Manchmal muss „Frau“ erst nach dem für sie richtigen Medikament suchen.

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Um ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung und das Auftreten von Herden zu vermeiden, sollten Sie die Medikamente nicht ohne Rücksprache mit Ihrer behandelnden Ärztin/Ihrem behandelnden Arzt absetzen.

Bei der Einnahme von Schmerzmitteln sind folgende Aspekte zu berücksichtigen: Die Wirkung von Schmerzmitteln ist unterschiedlich (z.B. entzündungshemmend oder krampflösend). Um eine optimale Schmerzreduzierung zu erreichen, muss das richtige Mittel eingenommen werden. Auch hier ist die Verträglichkeit von Frau zu Frau unterschiedlich. Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt entsprechend beraten.

Wenn Endometriose keine oder wenige Menstruationsschmerzen verursacht, können mit Schmerzmitteln die z.B. Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure enthalten, die Symptome gebessert werden. Eine Hormontherapie hat den Zweck, die entstandenen Endometrioseherde in ihrem Weiterwachstum einzudämmen und dadurch auch eine Verminderung der Beschwerden zu erreichen; dies gelingt nicht immer. Ob eine Hormontherapie (es gibt verschiedene Wirkstoffe und Anwendungsformen) sinnvoll ist, besprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.

Welche Möglichkeiten der hormonellen Behandlung gibt es?

Die Durchführung einer Hormontherapie stellt bei Endometriose neben einer Operation eine wichtige Therapie dar. Die Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die durch Hormonbehandlung nicht verschwindet, sondern in einen inaktiven Zustand versetzt werden soll.

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Dafür stehen unterschiedliche Medikamente zur Verfügung. Die Wirkung und die möglichen Nebenwirkungen sind individuell sehr unterschiedlich. Dass ein Medikament starke Nebenwirkungen hervorruft, muss nicht bedeuten, dass andere vergleichbare Arzneimittel ebenfalls nicht vertragen werden.

Alle Hormontherapien sollen das Wachstum von Endometrioseherden durch eine Hemmung der körpereigenen Östrogenwirkung stoppen, was aber nicht immer zufriedenstellend gelingt. Es gibt etliche Hormonpräparate, mit unterschiedlichen Wirkstoffen.

Alle verfügbaren Hormontherapien haben nicht das Ziel, die Endometriose zu heilen, sondern die auftretenden Beschwerden (insbesondere Schmerzen) zu reduzieren oder ganz zu beseitigen. Daher kann es vorkommen, dass auch unter einer Hormontherapie die Endometriose fortschreitet. Bei leider jeder Form von Hormontherapie können Endometriosezysten (wieder) auftreten. In einem solchen Fall ist zu überlegen, ob ein Medikamentenwechsel sinnvoll ist. Wenn das Hormonpräparat, das Sie anwenden nicht zu einer Beschwerdebesserung führt, ist es ratsam, wenn Sie sich mit Ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin besprechen, wie lange die Therapie fortgesetzt werden soll und ob Alternativen für Sie in Frage kommen.

Wechseljahre

Wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, Eierstöcke nur noch wenige Östrogene produzieren, die letzte Blutung (Menopause) eintritt, kommt die Endometriose oft zur Ruhe. Endometrioseherde wachsen dann meistens nicht mehr.

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Hitzewallungen und Schweißausbrüche ganz unterschiedlicher Stärke sind mögliche Begleit­erschei­nungen der Wechsel­jahre. Sie können durch Östrogen­gaben gelindert werden, treten aber nach Absetzen der Östro­gene häufig wieder auf. Besprechen Sie mit Ihrer behandelnden Ärztin/Ihrem behandelndem Arzt, ob Sie bei Endometriose Östro­gene zur Linderung von Wechseljahres­beschwerden anwenden wollen. 

Gibt es alternative Verfahren zur Behandlung von Endometriose?

Es gibt auch komplementärmedizinische Verfahren, die von manchen Frauen mit Endometriose als hilfreich empfunden werden. Manche Frauen haben gute Erfahrungen mit alternativen Heilverfahren wie Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin oder Yoga gemacht, um nur einige zu nennen.

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Zwar fehlen weiterhin wissenschaftliche Belege, doch berichten viele Frauen von positiven Einflüssen auf die Beschwerden. Der Behandlungserfolg ist u.a. stark von dem Erfahrungswissen der behandelnden Person abhängig.

Bitte bedenken Sie, dass auch bei diesen Verfahren ungünstige Wirkweisen auftreten können. Darum suchen Sie nach einer Therapeutin bzw. einem Therapeuten mit Erfahrung, der oder die die Therapien in Absprache mit der behandelnden Gynäkologin/dem behandelnden Gynäkologen durchführt.

Pflanzliche Heilmittel

Die Phytotherapie setzt verschiedene Mittel zur Behandlung der Endometriose ein. Diese sollen günstig auf die Eierstockfunktion (und andere Hormonsysteme) wirken und Beschwerden bei Endometriose lindern.

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Es gibt aber keine belastbaren wissenschaftlichen Untersuchungen, die diese angenommene Wirkung stützen. Auch pflanzliche Heilmittel haben Risiken und Nebenwirkungen, so wie alle Arzneimittel. Bitte sprechen Sie Ihre betreuende Ärztin/Ihren Arzt an, sofern Sie einen entsprechenden Therapieversuch mit pflanzlichen Wirkstoffen unternehmen wollen. 

Ernährung

Die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Endometriose sind nicht befriedigend wissenschaftlich untersucht. Bislang liegen keine verlässlichen wissenschaftlichen Studien vor, die zeigen ob und, wenn ja, wie eine Endometriose beeinflusst wird.

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Ernährungsfachleute empfehlen heute generell eine Nahrung mit viel Obst und Gemüse, unabhängig davon, ob eine Endometriose gefunden wurde.

Kann Endometriose nach einer Behandlung wieder auftreten?

Grundsätzlich kann Endometriose jederzeit wiederkommen. Endometriose ist eine chronische Erkrankung. Das erneute Auftreten von Herden einschließlich Zysten ist typisch für den Krankheits­verlauf.

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Ob Rezidive auftreten oder nicht, kann im Einzelfall schlecht vorhergesagt werden. Der Krankheitsverlauf ist bei jeder Frau anders und Prognosen sind daher unsicher. Allerdings zeigen Studien, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall bei schwerer Endometriose sehr hoch ist.  

Häufig treten nach einer Gebärmutterentfernung Zysten an verbliebenem Eierstockgewebe auf; das kann ein Zeichen dafür sein, dass die Endometriose noch aktiv ist. Nach den Wechseljahren kann sich die Aktivität der Endometriose vermindern, auf manche Frauen trifft dies jedoch nicht zu.

Rehabilitation

Wir möchten darauf hinweisen, dass auch trotz Behandlung Frauen mit Endometriose manchmal leider weiterhin über Schmerzzustände klagen. Je nach Schweregrad und Befall der Organe haben Frauen mit Endometriose auch die Möglichkeit, entweder eine Rehabilitationsmaßnahme oder eine Anschlussheilbehandlung, z.B.in einer spezialisierten Kurklinik, zu beantragen.

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Eine Rehabilitationsmaßnahme dient dazu, die Leistungsfähigkeit für das Berufsleben wiederherzu-stellen oder zu stabilisieren. Eine Anschlussheilbehandlung beinhaltet die Weiterführung der Behandlung nach einem Krankenhausaufenthalt mit dem Ziel, eine schnelle und optimale Genesung zu sichern. 

Im Frauengesundheitsportal finden Sie weitere qualitätsgeprüfte Informationen zur Behandlung von Endometriose.

 

Letzte Aktualisierung: Januar 2018