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Sexuelle Gesundheit - Sexuell übertragbare Infektionen

Hepatitis

Manche Leberentzündungen werden von Viren aus­gelöst, die sich auch bei sexuellen Handl­ungen übertragen lassen. Diese Viren tragen unter­schiedliche Buch­staben, so dass beispielsweise von einer Hepatitis A, B oder C gesprochen wird – oder kurz von HAV, HBV und HCV. Alle drei Infek­tionen sind weltweit sehr verbreitet. In Deutschland sind Frauen seltener betroffen als Männer.  

Übertragung und Anzeichen

Vor allem Hepatitis B wird durch Sex weitergegeben. Für manche Anste­ckungen insbesondere mit Hepatitis A sind bereits mangelnde Hygiene-Maßnahmen ausreichend, weil sich die Erreger über so genannte Schmier- und Kontakt­infektionen ausbreiten. Für eine HCV-Infektion wird besonders der Kontakt mit Blut, beispiels­weise durch kleinere Verlet­zun­gen beim Sex, verantwortlich gemacht.

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Die Infektionen wirken sich für Frauen und Männer jeweils sehr ähnlich aus. Bei einer Infek­tion mit Hepatitis A können sich Fieber, Übelkeit, Er­bre­chen, Bauch­schmerzen und Appetit­losig­keit ein­stel­len. Darüber hinaus kann es zu einer so genannten Gelb­sucht kommen. Infektionen mit Hepatitis B und C verlaufen häufig ohne Symptome. Vor allem eine Hepatitis-C-In­fek­tion kann chronisch werden und zu Leber­zirrhose und Leber­krebs führen.

Diagnose und Behandlung

Um eine Infektion mit Hepatitis A, B oder C festzustellen, wird das Blut auf entsprechende Anti­körper unter­sucht. Infektionen mit HAV und HBV heilen oft von alleine wieder aus und werden nicht medika­mentös behan­delt.

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In den meisten Fällen besteht nach Ausheilen der Erkrankung nicht das Risiko einer Wieder­an­steckung. In bis zu 10 Prozent der Fälle kann eine Infektion mit Hepatitis B jedoch chronisch werden. Dann ist eine medi­ka­­men­töse Therapie erforderlich.
Viele HCV-Infek­tionen sind inzwischen durch anti­virale Medika­mente heil­bar; allerdings besteht die Möglich­keit, sich bei entsprechendem Risiko erneut zu infizieren.

Prävention

Vor den Hepatitiden A und B schützt am besten eine Impfung. Nach Kontakt mit dem Erreger HAV kann zudem ein Immun­globulin gegeben werden. Für Hepatitis C gibt es bislang noch keinen Impfstoff. Die Verwen­dung von Männer- und Frauen­­kondomen kann das Risiko einer Infektion verringern.

Schwangerschaft

Im Zusammenhang mit den Vorsorge­unter­suchungen werden alle schwan­geren Frauen auf Hepa­titis B getestet. Im Fall eines positiven Test­ergeb­nisses wird das Kind nach der Geburt geimpft. HCV kann eben­falls auf das Kind übertragen werden. Das Risiko dafür ist relativ gering, steigt jedoch an, wenn die wer­dende Mutter zusätzlich eine HIV-Infektion hat.

Zusammenfassung

  • Virus-Infektionen mit Hepatitis A, B oder C sind weltweit sehr verbreitet. In Deutsch­land sind Frauen seltener betroffen als Männer
  • Vor allem eine Hepatitis-C-Infektion kann chronisch werden und zu Leber­zirrhose und Leber­krebs führen
  • Infek­tionen mit Hepatitis A und B heilen oft von alleine wieder aus. Viele Hepatitis-C-Infek­tio­nen sind durch Medikamente heilbar
  • Im Rahmen der gesetz­lichen Vor­sorge werden alle schwan­geren Frauen auf Hepatitis B getestet. Das Kind nach der Geburt geimpft werden
  • Vor einer Infektion mit Hepatitis A und B schützt am besten eine Impfung. Für Hepatitis C gibt es bislang noch keinen Impf­stoff. Kondome können das Risiko einer Infektion verringern

 

Letzte Aktualisierung: Juni 2019