1. Sprung zur Suche
  2. Sprung zur Servicenavigation
  3. Sprung zur Hauptnavigation
  4. Sprung zum Inhalt
  5. Sprung zum Footer

Krebserkrankungen - Gebärmutterhalskrebs

Was ist Gebärmutterhalskrebs?

Gebärmutterhalskrebs ist eine bösartige Veränderung der Schleimhaut, die den Muttermund und den Gebärmutter­kanal bedeckt. Ärztinnen und Ärzte bezeichnen die Erkrankung als Zervixkarzinom.

Bei der Entstehung von Gebärmutter­hals­krebs spielen bestimmte Humane-Papilloma-Viren (HPV) eine entscheidende Rolle, die über eine chronische Entzündung zu bös­artigen Zell­­ver­än­derungen führen können.

Wie Gebär­mutter­halskrebs verläuft, hängt unter anderem von dem Ausmaß der Zell­­ver­än­derungen und der Größe bei der Diagnos­e­stellung und von der Be­schaf­fen­­heit des Tumors ab. Weiterhin spielt es eine Rolle, ob sich der Krebs schon ausgebreitet hat, zum Beispiel in die angrenzenden Lymph­knoten. Generell gilt: Wenn Gebär­­mutter­­hals­­krebs rechtzeitig erkannt wird, ist eine Heilung möglich.

 

Anzeichen

Gebärmutterhalskrebs verursacht gerade zu Beginn oft wenig oder keine Beschwerden. Daher richten sich Früh­­­erken­nungs­­unter­­­suchungen für Gebär­­mutter­­hals­­krebs an Frauen, die keine Anzeichen haben.

mehr

Bemerken Sie jedoch eines der folgenden Symptome bei sich, sollten Sie unbedingt Ihre Frauenärztin/Ihren Frauen­arzt aufsuchen:

  • Ungewöhnlicher/stärkerer Ausfluss aus der Scheide
  • Blutungen nach dem Geschlechts­verkehr oder außerhalb des Menstruations­zyklus
  • Blutungen nach den Wechseljahren

Die aufgeführten Anzeichen gleichen typischen Beschwerden, wie sie auch bei einer Ent­zünd­ung oder gut­ar­tigen Wucherungen auftreten können, trotzdem sollten Sie die Symptome immer ärztlich abklären lassen. Auch Schmer­zen im Kreuz- und Becken­­bereich, Schmerzen beim Wasser­­lassen oder beim Stuhl­gang sowie Lymph­stau in den Beinen können auf Krebs am Gebär­­mutter­­hals hindeuten. Zudem gibt es Frauen, die ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs aufweisen.

Ursachen und Risikofaktoren

Der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung von Gebär­mutter­­hals­­krebs sind die sexuell übertragbaren Humanen-Papilloma-Viren (HPV). Fast jede sexuell aktive Frau infiziert sich mindestens einmal in ihrem Leben mit HPV, da eine Infektion mit den Viren in der Regel keine Beschwerden verursacht, bemerken die meisten Frauen nichts von der Infektion. Während einige HPV-Typen gutartige Feig­warzen an den Geschlechts­organen hervorrufen, sind andere, die sogenannten Hoch­­risiko­­typen, insbesondere HPV 16 und HPV 18, in bis zu 70 Prozent der Fälle an der Entwicklung von Gebär­mutter­­hals­­krebs beteiligt. Eine Infektion mit HPV bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Sie eines Tages Krebs bekommen werden; die Infek­tion heilt meist von allein wieder aus: Weniger als eine von 100 Frauen, die mit einem der Hoch­risiko­typen HPV 16 und HPV 18 infiziert ist, entwickelt in ihrem Leben Gebär­mutter­­hals­­krebs.

mehr

Es gibt aber verschiedene Risikofaktoren, die die Wahr­schein­lich­­keit für einen chronischen Verlauf der HPV-Infektion und somit für Gebär­mutter­hals­krebs erhöhen können:

  • Rauchen
  • Infektionen mit bestimmten anderen sexuell über­tragbaren Erregern (z.B. Herpes simplex, Chlamydien)
  • Ein stark geschwächtes Immun­system

Wenn Sie zu den Frauen mit einem erhöhten Risiko für Gebär­­mutter­­hals­­krebs gehören, sollten Sie sich über die Möglich­­keiten der Früh­­erkennung von Gebär­mutter­hals­krebs Gedanken machen.

Zusammenfassung

  • Gebärmutterhalskrebs ist eine bösartige Veränderung der Schleim­haut­zellen im Mutter­mund und Gebärmutterkanal
  • Gebärmutterhalskrebs verursacht oft wenig oder keine Beschwerden
  • Wichtigster Risikofaktor für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sind bestimmte sexuell übertrag­bare Humane-Papilloma-Viren (HPV 16 und HPV 18)
  • Rauchen, bestimmte sexuell übertragbare Erreger und ein stark geschwächtes Immun­system erhöhen das Risiko für einen chronischen Verlauf einer HPV-Infektion und für die Entstehung von Gebär­mutter­hals­krebs
  • Frauen mit einem erhöhten Risiko sollten sich frühzeitig über Möglichkeiten zur Früherkennung informieren

 

Letzte Aktualisierung: Januar 2018