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Sexuelle Gesundheit - Sexuell übertragbare Infektionen

Humane Papillomviren (HPV)

Es gibt eine Vielzahl von Humanen Papillomviren (HPV); einige soge­nannte Hochrisiko-HPV-Typen haben besonders für Frauen schwer­wie­gende Folgen, weil sie Krebs, zum Beispiel am Gebär­mutter­hals, auslösen kön­nen. Andere HP-Viren verursachen Feig­warzen, vor allem im Genital­bereich.

Infektionen des Genitalbereichs mit HPV gehören zu den weltweit häu­figs­ten sexuell über­trag­baren Infek­tionen. Zwar sind HPV-Infektionen in Deutsch­land nicht meldepflichtig, Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass die meisten der sexuell aktiven Menschen im Laufe ihres Lebens mit HP-Viren in Kontakt kommen. Ein Drittel der Frauen (35 Prozent) in Deutschland im Alter zwischen 20 und 25 Jahren sind mit einem Hoch­risiko-HPV-Typ infiziert. Bei etwa 1 bis 2 Prozent der zwischen 15 bis 49-Jährigen treten Feig­warzen auf, her­vor­gerufen durch Niedrigrisiko-HPV-Typen. Am häufigsten sind Frauen zwischen 20 und 24 Jahren betrof­fen.

Ursachen und Anzeichen

HPV infiziert Haut und Schleimhäute, die Viren werden also nicht nur beim Sex sondern bereits bei engem Kon­takt mit infizierten Hautzellen über­tra­gen. Das Risiko einer HPV-Infektion steigt, wenn Ver­letzungen oder Ent­zün­­dungen die natürliche Haut-Barriere verändern. Viele Infek­tionen mit HPV machen sich nicht durch Symp­tome bemerkbar. Ruft die Infektion Feig­war­zen hervor, können diese manchmal jucken oder ein Fremdkörpergefühl verursachen. 

Diagnose und Behandlung

Oft bekämpft der Körper eine HPV-Infektion selber erfolg­reich, ohne dass irgendwelche Beschwerden auf­tau­chen. Da HP-Viren jedoch sehr leicht übertragbar sind, ist es möglich, sich mehr­mals im Leben zu infi­zieren. Eine Behandlung der HPV-Infektion gibt es nicht.

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Ruft die Infektion Feigwarzen hervor, lassen sich diese meist gut durch Betupfen mit geeigneten Medika­menten behan­deln. Manch­mal müssen die Warzen aber chirurgisch oder mit einem Laser entfernt werden. Auch nach einer Behandlung können Feigwarzen wieder auftreten. Regel­­mäßige Kontrollen mit einem Spiegel helfen Frauen, die Warzen im Genitalbereich zu erkennen.

Kontrollen wie der so genannte PAP-Abstrich in der gynä­kologischen Praxis zeigen, ob sich das Gewebe am Gebärmutterhals infolge einer HPV-Infektion mit Hoch-Risiko-Typen verändert. An der Untersuchung können Frauen ab 20 Jahren im Rahmen der Krebs­früh­erken­nung teilnehmen. Die Kosten trägt die Kranken­ver­sicherung. Die regelmäßigen Kontrollen, am besten jähr­lich, helfen, Gebär­mutter­halskrebs und mögliche Vorstufen recht­­zeitig zu ent­decken und zu behan­deln.

Prävention

Kondome reduzieren das Ansteckungs­risiko, auch wenn sie es nicht völlig aus­schließen können. Impfungen können den Folgen einer HPV-Infektion vor­beu­gen; inzwischen gibt es Impf­stoffe, die vor neun verschie­de­nen HPV-Typen schützen.

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Die HPV-Impfung wird für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren empfoh­len. Da HP-Viren sexuell über­trag­bar sind, ist es wichtig, dass die Impfung vor dem ersten Geschlechts­­verkehr erfolgt. Die Kosten übernehmen die Kranken­kassen.

Zusammenfassung

  • Es gibt eine Vielzahl von Humanen Papillomviren (HPV); einige können bei Frauen zu Gebär­mutter­hals­krebs führen, andere können Feigwarzen auslösen
  • Die Mehrzahl der sexuell aktiven Menschen kommt im Laufe des Lebens mit HPV in Kontakt. Die Viren infi­zieren Haut und Schleim­­häute und sind bereits bei engem Körper­kontakt über­trag­bar
  • Oft bekämpft der Körper eine HPV-Infektion selber erfolgreich, ohne dass Beschwerden auftauchen. Eine Behand­lung der HPV-Infektion gibt es nicht
  • Ruft die Infektion Feig­warzen hervor, lassen sich diese meist gut mit Medika­men­ten behandeln. In manchen Fällen müssen die Warzen durch eine Ärztin/einen Arzt entfernt werden
  • Ein regelmäßiger PAP-Test kann zeigen, ob sich das Gewebe am Gebär­mutter­hals infolge einer HPV-Infektion mit Hoch-Risiko-Typen verändert. Je früher Gebärmutterhalskrebs und die Vor­stu­fen erkannt werden, desto besser sind die Behand­lungs­mög­lich­keiten
  • Kondome reduzieren das Ansteckungsrisiko, auch wenn sie es nicht völlig ausschließen können. Impfungen können den Folgen einer HPV-Infektion vorbeugen. Die HPV-Impfung sollte vor dem ersten Geschlechts­ver­kehr erfolgen und wird daher Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren empfoh­len

 

Letzte Aktualisierung: Juni 2019