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Aktuelle Meldungen

Pressemitteilung: Hilfetelefon verzeichnet steigende Beratungszahlen

Jahresbericht 2025 des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen"

Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" wurde im vergangenen Jahr über 69.500-mal für eine Beratung kontaktiert. Das entspricht durchschnittlich 190 Beratungen pro Tag und stellt einen neuen Höchststand beim Beratungsaufkommen dar. Häufigster Anlass für die Kontaktaufnahme war Häusliche Gewalt.

Selbst in der Zeit der Corona-Pandemie wurde das Hilfetelefon nicht so häufig kontaktiert wie im Jahr 2025. Während das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" im Gründungsjahr 2013 noch 18.812 Beratungen verzeichnete, liegt die Zahl im Jahr 2025 mit 69.526 Beratungen mehr als 3,7-mal so hoch. Der Jahresbericht 2025 des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" belegt, auch im Vergleich zum Vorjahr 2024, einen deutlichen Anstieg im Beratungsaufkommen um 14 Prozent, was mehr als 8.000 zusätzlichen Beratungen entspricht.

Die häufigsten Beratungsgründe waren Häusliche Gewalt mit 32.186 Beratungen und sexualisierte Gewalt mit 6.435, die zusammen 72 Prozent ausmachen, gefolgt von 3.561 Beratungen zu psychischer Gewalt, 2.604 zu physischer Gewalt und 2.439 zu Stalking. 

Neben telefonischen Beratungen wurden verstärkt Online-Angebote des Hilfetelefons genutzt. Die Zahl der Beratungen per E-Mail und Chat stieg um 43 Prozent. Ihr Anteil an den Beratungen liegt mit 14 Prozent höher als bei 11 Prozent im Vorjahr. 

Auch das soziale Umfeld spielt eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von Frauen mit Gewalterfahrungen: Die Zahl der Anfragen aus dem Familien- und Freundeskreis stieg im Vergleich zu 2024 um 12 Prozent und macht rund ein Fünftel aller Beratungskontakte aus.

Martina Hannak, Präsidentin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, bei dem das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" angesiedelt ist: "Die Erfahrungen der Beraterinnen aus den Beratungsgesprächen zeigen eindrücklich, dass das Angebot des Hilfetelefons in seiner außerordentlich hohen Bedeutung nicht allein an Zahlen festgemacht werden kann. Jede einzelne Beratung, jeder Hinweis und jede Information tragen dazu bei, Frauen Wege aus der Gewalt zu eröffnen und neue Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben zu geben."

Petra Söchting, Leiterin des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen": "Geschlechtsspezifische Gewalt ist in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, und auch unsere Öffentlichkeitsarbeit zeigt Wirkung. Beides zusammen signalisiert betroffenen Frauen, dass ihnen zugehört wird und es niedrigschwellige Unterstützung gibt, um aus ihrer Situation herauszufinden. Es ist wichtig, dass diese Aufmerksamkeit nachhaltig bestehen bleibt."

Über das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" berät unter der Rufnummer 116 016 und online auf www.hilfetelefon.de zu allen Formen von Gewalt – rund um die Uhr, anonym und kostenfrei. Die Beratung erfolgt vertraulich, barrierefrei und ist in 18 Fremdsprachen möglich. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen Ratsuchende an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen und Fachkräfte können sich an das Hilfetelefon wenden.

Den vollständigen Jahresbericht 2025 des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" sowie weitere Informationen finden Sie hier: www.hilfetelefon.de/das-hilfetelefon/zahlen-und-fakten/jahresbericht/

Zitiert nach einer Pressemitteilung des Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben vom 08.06.2026.