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Aktuelle Meldungen

Mädchensprechstunde M1 stößt auf großes Interesse

Die vor rund zwei Jahren eingeführte Mädchensprechstunde M1 stößt auf großes Interesse. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach anlässlich des Weltmädchentags am 11. Oktober hingewiesen. Sie warb am Freitag zugleich dafür, dass sich weitere Krankenkassen an diesem wichtigen Präventionsangebot beteiligen.

Gerlach betonte: „Allein von Oktober 2024 bis September 2026 haben bundesweit mehr als 5.000 Mädchen das neue, von Bayern initiierte Angebot genutzt. Dies zeigt, dass die M1 junge Frauen erreicht und einen echten Bedarf trifft. Ich wünsche mir, dass noch mehr Mädchen davon profitieren können – unabhängig davon, bei welcher Krankenkasse sie versichert sind.“

Aktuell ermöglichen in Deutschland 54 Betriebskrankenkassen ihren Versicherten die Teilnahme an der M1. Diese Sprechstunde bietet Mädchen und jungen Frauen zwischen 12 und 17 Jahren seit Oktober 2024 einen niedrigschwelligen Zugang zu vertraulicher Beratung rund um ihre Gesundheit in einer sensiblen Lebensphase.

Gerlach unterstrich: „Ich freue mich, dass sich in Bayern bereits zahlreiche Frauenärztinnen und Frauenärzte an dem Angebot beteiligen. Die M1 zeigt, wie Prävention funktionieren kann: früh ansetzen, zuhören, verständlich informieren und Vertrauen schaffen.“

Die Ministerin unterstrich: „Wer früh lernt, den eigenen Körper und die eigene Gesundheit zu verstehen, kann auch selbstbewusster und selbstbestimmter damit umgehen. Die Mädchensprechstunde M1 leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Denn gerade in der Pubertät gibt es viele Fragen, über die Mädchen nicht immer leicht sprechen können.“

Dr. Ralf Langejürgen, Vorstand des BKK Landesverbandes Bayern: „Die M1 steht derzeit Versicherten teilnehmender Betriebskrankenkassen offen, hat aber schon in den ersten zwei Jahren ihres Bestehens wichtige Impulse für die Regelversorgung gesetzt. Die positive Resonanz der M1 bei den Versicherten und in den gynäkologischen Praxen sowie die Unterstützung seitens des Bayerischen Gesundheitsministeriums und des Landtags zeigen, dass wir mit der M1 eine echte Versorgungslücke schließen.“

Im Mittelpunkt der M1 steht ein vertrauliches Gespräch mit einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt über Themen wie einen gesunden Lebensstil, die körperliche Entwicklung, Menstruation, HPV-Impfung, Sexualität oder Verhütung. Ziel ist es, Mädchen frühzeitig für gesundheitliche Themen zu sensibilisieren, ihre Gesundheitskompetenz zu stärken und einen vertrauensvollen Zugang zur gynäkologischen Versorgung zu schaffen.

Die Mädchensprechstunde wurde in Bayern auf den Weg gebracht. Sie geht auf ein Konzept der Münchner Gynäkologin Dr. Marianne Röbl-Mathieu gemeinsam mit dem Berufsverband der Frauenärzte zurück. Der BKK Landesverband Bayern hat das Konzept aufgegriffen und einen bundesweiten Vertrag zur besonderen Versorgung nach § 140a SGB V initiiert.

Weitere Informationen zum Thema Mädchengesundheit unter www.stmgp.bayern.de/meine-themen/fuer-frauen/#toc_Madchengesundheit.

Informationen zu Mädchensprechstunde M1 unter www.bkk-familyplus.de/teenager-junge-erwachsene/m1.

Nach einer Meldung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention vom 09.10.2026.