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Körperliche Bewegung senkt Krebsrisiko

Schon fünf Stunden pro Woche reichen für den Schutzeffekt aus.

Regelmäßige körperliche Bewegung kann das Risiko für zahlreiche Krebserkrankungen senken. Das bestä­tigt eine zusammenfassende Analyse von neun Studien aus den USA, Europa und Australien, in denen sich Wissenschaftler mit dem Zusammenhang von Freizeitsport und Krebshäufigkeit beschäftigt hatten. Die Ergebnisse der Studie erschienen in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology.

Ausgewertet wurden die Daten von rund 750.000 Personen zwischen 32 und 91 Jahren, davon 53 Prozent Frauen. Im Beobachtungszeitraum von rund zehn Jahren erkrankten ca. 50.600 Teilnehmer an Krebs. Um die sportlichen Aktivitäten in Beziehung zum Krebsrisiko zu setzen und dabei verschiedene Bewegungsarten vergleichen zu können, stützten sich die Forscher auf das sogenannte metabolische Äquivalent (Metabolic Equivalent of Task, MET). 1 MET entspricht dem Sauerstoffverbrauch eines 40-jährigen Mannes mit einem Körpergewicht von 70 kg in Ruhe, also 3,5 ml Sauerstoff pro Kilogramm Körper­gewicht pro Minute, oder als Kalorienverbrauch 1 Kilokalorie pro Kilogramm Körpergewicht pro Stunde. Rasches Gehen beispielsweise steigert den körperlichen Umsatz auf etwa 4-5 MET pro Stunde, beim Joggen können schon je nach Intensität 10 MET und mehr entstehen.

Intensivere körperliche Aktivitäten waren mit einem statistisch signifikant niedrigeren Risiko für Brust­krebs, Gebärmutterkörperkrebs, Nierenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Kopf-Halstumoren und Leberkrebs sowie Darmkrebs bei Männern assoziiert. Personen, die ca. 7,5 bis 15 MET-Stunden pro Woche erreichten (eine Menge, die allgemein als gesunderhaltend empfohlen wird), hatten ein statistisch erniedrigtes Risiko für Darmkrebs bei Männern, Non-Hodgkin-Lymphomen bei Frauen, Brustkrebs, Gebärmutterkörperkrebs, Nierenkrebs und Leberkrebs. Bei einigen Krebsarten war der Schutzeffekt umso stärker, je intensiver die körperliche Bewegung war.  

Die empfohlene Aktivität von 7,5 bis 15 MET-Stunden pro Woche entsprechen einer moderaten bis inten­siven körperlichen Aktivität von etwa 2,5 bis 5 Stunden pro Woche, beispielweise zügigem Gehen. Die Bevölkerung müsse nach Ansicht der Studienautoren über die positiven Effekte, die von regelmäßiger körperlicher Bewegung auf das Krebsrisiko ausgehen, informiert werden.

Quelle:

Matthews CE et al. Amount and Intensity of Leisure-Time Physical Activity and Lower Cancer Risk. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 26. Dezember 2019, DOI doi.org/10.1200/JCO.19.02407

Zitiert nach einer Meldung des ONKO-Internetportals vom 07.01.2020

Weitere Informationen zu Krebserkrankungen finden Sie im Frauengesundheitsportal