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Gerlach wirbt für konsequenten Hepatitis-B-Impfschutz
Früherkennung von Hepatitis B und C wichtig – Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin zum Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli
Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach wirbt für einen konsequenten Impfschutz gegen Hepatitis B, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Die Ministerin betonte am Montag anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli: „Gute Prävention bedeutet heute vorzusorgen, damit Krankheiten morgen möglichst keine Chance haben. Mit der Impfung gegen Hepatitis B können wir schon früh den Grundstein legen. Deshalb ist es besonders wichtig, bei Kindern und Jugendlichen auf einen vollständigen Impfschutz zu achten.“
Der Welt-Hepatitis-Tag steht in Deutschland unter dem Motto „Lass uns Klartext reden – Hepatitis? Informier dich. Werde aktiv.“ Damit rückt er die Bedeutung von Wissen und Eigeninitiative in den Mittelpunkt.
Gerlach erläuterte: „Hepatitis B ist eine Infektionskrankheit der Leber, die akut verlaufen, aber auch chronisch werden kann. Gerade darin liegt die Gefahr: Bleibt eine Infektion unbemerkt, kann sie zu einer Vernarbung, sowie Schrumpfung der Leber und langfristig zu Leberkrebs führen. In Bayern wurden in diesem Jahr 1.425 Menschen mit einer Hepatitis-B-Infektion neu diagnostiziert. Das sind 548 weniger als im Vorjahreszeitraum (Stand 20.07.2026).“
Die Ministerin ergänzte: „Das Entscheidende ist: Gegen Hepatitis B können wir vorbeugen. Die Impfung ist der wirksamste Schutz vor einer Infektion.“
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Hepatitis-B-Impfung bereits im Säuglingsalter. Fehlende Impfungen sollten möglichst bald nachgeholt werden; die Kosten werden bis zum 18. Geburtstag von den Krankenkassen entsprechend den STIKO Empfehlungen übernommen. Auffrischungsimpfungen im Erwachsenenalter sind in der Regel nicht erforderlich, außer bei besonderem Infektionsrisiko, wie zum Beispiel bei Personal in medizinischen Einrichtungen.
Gerlach betonte: „Die Impfquote gegen Hepatitis B lag bei Einschulungskindern in Bayern im Schuljahr 2023/24 bei 88,4 Prozent. Unser Ziel muss sein, möglichst viele junge Menschen zu erreichen, bevor aus einer versäumten Impfung ein vermeidbares Gesundheitsrisiko wird.“
Die Ministerin ergänzte: „Bei Menschen, die nicht geimpft sind, ist die Früherkennung einer Infektion durch Tests besonders wichtig. Ein einmaliges kostenfreies Screening auf bestehende Infektionen mit Hepatitis B und C ist seit Ende 2020 im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung Check-up 35 möglich.“
Eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus hat ähnliche langfristige Folgen wie bei Hepatitis B. Eine Impfung gegen Hepatitis C gibt es bisher nicht, aber eine hochwirksame Therapiemöglichkeit mit direkt wirkenden antiviralen Mitteln (DAA). Daher gilt es möglichst viele Hepatitis-C-Virus-Infektionen zu diagnostizieren und erfolgreich zu therapieren.
Am Welt-Hepatitis-Tag findet am Jakobsplatz in Nürnberg von 12:00 bis 18:00 Uhr eine umfangreiche Informations- und Testaktion statt, initiiert von der „Hepatitis-Eliminationsinitiative in Bayern“. Der Nürnberger Aktionstag wird unterstützt vom Bayerischen Gesundheitsministerium, von der Landesarbeitsgemeinschaft Impfen am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), von der AIDS-Beratung Mittelfranken und der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth sowie vom Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg.
In Bayern wurden in diesem Jahr 696 Menschen mit einer Hepatitis-C-Infektion neu diagnostiziert. Das sind 155 weniger als im Vorjahreszeitraum (Stand 20.07.2026).
Weitere Informationen zur Hepatitis-B-Impfung und den aktuellen Impfempfehlungen finden Sie auf der Webseite des LGL unter www.lgl.bayern.de/gesundheit/praevention/impfen/schutzimpfungen/hepatitis_b.htm sowie auf der Webseite des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-kinder-0-12-jahre/hepatitis-b/.
Zitiert nach einer Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention vom 27.07.2026