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Gerlach stärkt Prävention für Mädchen und Frauen in allen Lebensphasen – Bayerns Gesundheitsministerin anlässlich des Internationalen Aktionstags für Frauengesundheit am 28. Mai
Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach stärkt die Prävention für Mädchen und Frauen im Freistaat. Gerlach betonte am Donnerstag anlässlich des Internationalen Aktionstags für Frauengesundheit am 28. Mai: „Noch immer gibt es frauenspezifische Erkrankungen und gesundheitliche Besonderheiten, über die viele kaum etwas wissen. Dazu zählen etwa die Wechseljahre oder auch Endometriose – eine Erkrankung mit starken Regel- oder Unterleibsschmerzen.“
Gerlach erläuterte: „Wir haben in Bayerns Masterplan Prävention zielgruppenspezifische Ansätze entwickelt. Ein Beispiel ist eine neue Wechseljahres-Vorsorgeuntersuchung – die W1. Sie umfasst ein telemedizinisches, 30-minütiges ärztliches Gespräch für Frauen in dieser Lebensphase mit individueller Beratung rund um die gesundheitlichen Besonderheiten der Wechseljahre.“ Das Pilotprojekt zur W1 wird vom Bayerischen Gesundheitsministerium gefördert und derzeit an der Frauenklinik der TU München unter der Leitung von Prof. Dr. Marion Kiechle erprobt.
Die Ministerin ergänzte: „Außerdem setze ich mich dafür ein, dass die Mädchensprechstunde M1 als neues Vorsorgeangebot für noch mehr Mädchen zugänglich gemacht wird. Die M1 ist eine erste, niedrigschwellige Beratung in der Frauenarztpraxis, in der es um Fragen in der Pubertät, aber auch um andere Gesundheitsthemen wie zum Beispiel die HPV-Impfung geht.“
Die Ministerin begrüßte, dass sich bereits zahlreiche Betriebskrankenkassen an der M1 beteiligt haben, und warb für eine weitere Ausweitung des Angebots: „Die M1 ist ein wichtiger Baustein moderner Prävention. Ich setze mich dafür ein, dass sich auch weitere Krankenkassen anschließen und möglichst viele junge Frauen davon profitieren können.“
Gerlach fügte hinzu: „Wir wissen auch, dass bestimmte psychische Erkrankungen Frauen und Mädchen häufiger betreffen als Jungen und Männer. Das betrifft beispielsweise Essstörungen. Und wir wissen, dass Mädchen insgesamt weniger Sport treiben als Jungen. Deshalb haben wir mit dem Bayerischen Landessportverband das Projekt ‚Girls‘ Power‘ gestartet, um Mädchen im Teenageralter stärker in den Sportvereinen zu halten.“
Die Ministerin unterstrich: „Mit unserem Schwerpunktthema ‚Frauen – sichtbar & gesund‘ haben wir bereits erfolgreich auf frauenspezifische Erkrankungen und Risiken aufmerksam gemacht. Mit bayernweit über 1.400 Veranstaltungen zur Frauengesundheit haben wir mit dem Thema einen gesellschaftlichen Nerv getroffen. Es ist erfreulich, dass die Frauengesundheit in den letzten Jahren stärker in den öffentlichen und politischen Fokus gerückt ist. Doch wir sind noch nicht am Ziel! Ich setze mich weiterhin dafür ein, nicht nur über Frauengesundheit aufzuklären, sondern ganz gezielt Forschung und innovative Projekte in diesem Bereich anzustoßen und finanziell zu fördern.“
Gerlach betonte: „Bayern ist hier bereits vorangegangen: So haben wir 2024 einen Förderaufruf zum Thema ‚Frauengesundheit und KI‘ gestartet, aus dem drei Gewinnerprojekte hervorgingen, die alle im vergangenen Jahr mit ihrer Arbeit begonnen haben.“
Gerlach fügte hinzu: „Auf der Website des Gesundheitsministeriums stehen umfassende Informationsangebote zu verschiedenen Themen der Frauengesundheit mit konkreten Anlaufstellen und Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung.“ Dort wurde jetzt auch ein neues Faktenblatt zur Beckenbodengesundheit veröffentlicht. Darin werden die Probleme bei einer Beckenbodenschwäche beleuchtet und Präventionsmöglichkeiten aufgezeigt.
Zitiert nach einer Pressemitteilung des Bayrischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention vom 28.05.2026.