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Aktuelle Meldungen

Dialogprozess Wechseljahre

Frauengesundheit im Fokus – Forschung und Versorgung stärken

Nach einem Jahr Dialogprozess Wechseljahre zieht das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) Bilanz und stößt konkrete Maßnahmen an. So soll das Thema stärker in der ärztlichen Ausbildung verankert und Forschungsprojekte gefördert werden, deren Erkenntnisse in die Versorgung einfließen sollen. Damit trägt der Dialogprozess dazu bei, Frauengesundheit in den Wechseljahren nachhaltig zu stärken.
 

Frauengesundheit darf kein gesellschaftliches Randthema sein – es betrifft die Hälfte der Bevölkerung. Vor allem die Wechseljahre sind oft noch ein Tabu-Thema. Dabei ist klar: Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine natürliche Lebensphase. Sie betreffen derzeit schätzungsweise neun Millionen Frauen in Deutschland. Für viele bringen die Wechseljahre Beschwerden mit sich, die gesehen und ernst genommen werden müssen. Frauen in dieser Lebensphase brauchen die bestmögliche Unterstützung und Versorgung. Die Ergebnisse aus dem Dialogprozess Wechseljahre sind dazu ein wichtiger Beitrag, um Lücken zu schließen und das Thema zu enttabuisieren.

Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Christiane Schenderlein


Mit einer Reihe von Maßnahmen greift das BMG die Ergebnisse des Dialogprozesses auf:

  • Ärztliche Ausbildung: Das BMG plant, das Thema Wechseljahre im Zuge der Reform der ärztlichen Ausbildung zu verankern und „Geschlechtersensible Medizin“ als eigenes Fach in die ärztliche Ausbildung zu integrieren.
  • Mehr Forschung: Forschungsprojekte zur Stärkung von Frauengesundheit werden gefördert. Ein Thema: die Wechseljahre.
  • Bessere Datenlage: Das BMG fördert die Erhebung zusätzlicher Daten zu Frauengesundheit durch das Robert Koch-Institut.
  • Mehr Sichtbarkeit: Das BMG überarbeitet die bestehenden Inhalte auf dem Nationalen Gesundheitsportal. Auch die Informationsangebote nachgeordneter Behörden sollen überarbeitet, besser miteinander verknüpft und leichter auffindbar gemacht werden.


Hintergrund:
Die Stärkung der Frauengesundheit ist erklärtes Ziel der 21. Legislaturperiode. Mit Blick auf medizinische Vorsorge, Behandlung und Forschung sind die Wechseljahre explizit im Koalitionsvertrag genannt. Im November 2025 hat die frühere Gesundheitsministerin Nina Warken im BMG den Dialogprozess Wechseljahre gestartet. In vier Fachgesprächen wurden die Themen Forschung und Daten, Versorgung, Arbeitswelt und betriebliches Gesundheitsmanagement sowie Information und Aufklärung behandelt. Dabei haben Fraueninitiativen, medizinische Fachgesellschaften, Wissenschaft, Sozialpartner und weitere Akteurinnen und Akteure Handlungsbedarfe und Lösungsansätze erarbeitet. Neben dem BMG steigen auch die anderen Partner in die Umsetzung ein.

Zitiert nach einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vom 13.10.2026.