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Sexuelle Gesundheit - Sexuell übertragbare Infektionen

Syphilis

Das Bakterium, das die Syphilis auslöst, heißt Treponema Pallidum. Weil es durch Mikro­ver­let­zun­gen in Haut und Schleim­häute eindringen kann, ist es vor allem beim Sex über­trag­bar. In Deutsch­­land sind Frauen sel­tener als Männer betroffen, allerdings steigt die Zahl der Syphilis-Diagnosen seit einigen Jahren ins­ge­samt wieder an. Im Jahr 2017 erhielten rund 7.480 Menschen in Deutsch­land die Diagnose Syphilis, davon waren 6,4 Prozent Frauen.

Anzeichen

Die in Phasen verlaufende Infektion beginnt mit einem Haut­ge­schwür, das sich hart anfühlt, aber oft schmerz­frei ist und deshalb auch meist über­sehen wird. Das häufigste Symptom einer Syphilis-Erkrankung ist in einer weiteren Phase ein Hautausschlag.

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Zusätzlich können Fieber, eine Schwellung der Lymphknoten, Kopf-, Muskel- und Gelenk­schmer­zen, Haar­aus­fall, sowie Appetit­losigkeit und Gewichtsverlust auftreten. In einer späteren Phase können sich schwere Komplikationen entwickeln, die jedes Organ­system, auch das Gehirn, schwer schädigen können. Zwischen den Phasen kann es immer wieder Zeit­räume ohne Beschwerden geben. 

Diagnose und Behandlung

Zur Diagnose einer Syphilis muss entweder das Blut untersucht oder ein Abstrich aus einer Haut­ver­änderung genommen werden. Betroffene Frauen sollten sich auch auf weitere STI testen lassen.

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Wird die Infektion früh­zeitig erkannt, ist sie gut mit Penicillin oder anderen Anti­biotika behandel­bar. Bis zum erfolg­reichen Ende der Behandlung sollten sexuellen Kontakte vermieden werden.

Liegt eine Infektion vor, sollten (Sex-)Partnerinnen und (Sex-)Partner infor­miert werden, damit auch sie sich unter­suchen und gegeben­en­falls behan­deln lassen können.

Prävention

Um eine Übertragung zu verhindern, sollte insbesondere der Kontakt mit Haut­ver­änderun­gen, Geschwüren oder Wund­sekret vermieden werden. Männer- und Frauen­kondome bieten vor allem dann Schutz, wenn sie Haut­stellen, die aufgrund der Syphilis verändert sind, bedecken.

Schwangerschaft

Eine Syphilis-Infektion kann während der Schwanger­schaft oder während des Geburts­vor­ganges auf das Kind über­tragen werden. Je nach Erkran­kungs­­stadium der Mutter kann die Infektion auch zu Tot- oder Früh­ge­­bur­ten führen. In Deutschland wird im Rahmen der Mutterschafts­richt­linien jede schwangere Frau auf Syphilis untersucht und bei einer vor­lie­gen­den Infektion entsprechend behandelt.

Zusammenfassung

  • Eine Syphilis wird durch ein Bakterium ausgelöst, welches vor allem beim Sex übertragen wird. Frauen sind in Deutsch­land wesentlich seltener betroffen als Männer
  • Die Infektion verläuft in Phasen, beginnend mit einem Haut­geschwür, gefolgt von einem Ausschlag. In dieser zweiten Phase können auch Fieber oder Kopf-, Muskel- und Gelenk­schmerzen auftreten. Unbehandelt kann die Syphilis-Infektion schwere Schäden an den Organen und dem Gehirn verur­sachen
  • Bei schwangeren Frauen kann sich die Infektion auf das Kind über­tragen. Schwangere werden im Rahmen der Vorsorge­unter­suchungen auf Syphilis getestet und gegebenen­falls behandelt
  • Wird die Syphilis frühzeitig entdeckt, ist sie gut mit Medika­menten behandel­bar
  • Den besten Schutz vor einer Infektion mit Syphilis bieten Kondome

         

        Letzte Aktualisierung: Juni 2019