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Psychische Gesundheit

Work-Life-Balance

Der Begriff „Work-Life-Balance“ beschrieb ursprünglich die Aus­ge­­wogen­­heit zwischen bezahlter Berufstätigkeit und Familienleben. Inzwischen hat sich das Konzept ausgeweitet, denn um die Psyche gesund zu erhalten, sollten alle Lebensbereiche in einem aus­ge­wo­genen Verhältnis stehen. Dazu gehören neben dem Beruf selbst­ver­ständlich die Partnerschaft, die Erziehung der Kinder oder die Pflege von Angehörigen. Aber auch soziale Kontakte und Freundschaften sowie Freizeit sollten nicht zu kurz kommen. Wer immer nur arbeitet, sieht irgendwann nichts mehr außer Arbeit.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Aktuelle Daten zeigen, dass die Familienarbeit in Deutschland zum größten Teil nach wie vor von Frauen geleistet wird. Dies gilt sowohl in der alltäglichen Sorge für die Kinder als auch in der Betreuung und Pflege älterer oder kranker Angehöriger. Gerade berufstätige Frauen und Mütter sind dadurch einer Mehrfachbelastung ausgesetzt, die Stress erzeugen kann.

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Stressfaktoren, die sich nachteilig auf die Gesundheit von Frauen auswirken können, sind zum Beispiel:

  • Unflexible Arbeitszeiten und Kinderbetreuungsangebote
  • Keine Entlastung durch den Partner oder andere Vertrauenspersonen
  • Mangelnde Unterstützung am Arbeitsplatz und im sozialen Umfeld
  • Eintönige und körperlich belastende Tätigkeiten
  • Schlechte Arbeitsbedingungen (Multitasking, Termindruck, ständige Erreichbarkeit)
  • Angst vor dem Verlust der Arbeitsstelle

Berufstätigkeit bedeutet für Frauen mit Kindern oder zu pflegenden Angehörigen nicht grundsätzlich eine zusätzliche gesundheitliche Belas­tung. Besteht die Möglichkeit, Arbeitszeiten und -strukturen flexibel zu handhaben und Betreuungsangebote zu nutzen, kann sich die Berufs­tätig­keit sogar positiv auf die Gesundheit auswirken.

Zeitmanagement

Zeitmanagement kann eine große Hilfe für alle sein, die unter Zeitdruck stehen und dadurch stets im Stress sind. Verplanen Sie generell nur etwa 50 bis 60 Prozent Ihrer Zeit. Zu einem individuellen Zeit­­manage­­ment gehören auch ökonomische Arbeitsweisen, klare Zielsetzungen und verkürzte Arbeitswege. Wer seinen Alltag von überflüssigen Tätigkeiten befreit, Prioritäten setzt und lernt, auch mal „nein“ zu sagen, hat mehr Zeit für ausgleichende und entspannende Dinge. Ein Kalender oder ein Tagebuch können helfen, Klarheit zu gewinnen und passende Strukturen zu finden. Einige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bieten auch entsprechende Fortbildungen zu diesem Thema an. Um im (Arbeits-)Alltag immer wieder Kraft zu tanken, sollten Sie vermeiden, nach Feierabend oder an den freien Tagen zu arbeiten. Dazu gehört auch, das Smartphone einmal beiseite zu legen.

Stress lässt sich jedoch nicht immer vermeiden. Daher ist es umso wichtiger, eine Methode zu finden, mit der man Stress abbauen kann. Bauen Sie daher ganz bewusst klare Auszeiten in Ihren Wochenplan ein, die Sie für Aktivitäten nutzen, die Ihnen Spaß machen. Das kann ein Spaziergang, Gartenarbeit, ein Sprachkurs oder ein Museums­­besuch sein. Auch ein Urlaub sollte in Ihrer Jahresplanung nicht fehlen. Spüren Sie außerdem ab und an in sich hinein, ob Sie mit Ihrem Leben zufrieden sind und was Ihnen wirklich wichtig ist. Nur wenn Sie auf sich achten und gut für sich sorgen, können Sie auf Dauer gesund bleiben.

Zusammenfassung

  • Für eine gelingende Work-Life-Balance sollten alle Lebens­bereiche wie Beruf, Partnerschaft, Pflege von Angehörigen und Kindererziehung sowie soziale Kontakte in einem ausgewogenen Verhältnis stehen
  • Die Familienarbeit wird in Deutschland nach wie vor größtenteils von Frauen geleistet. Bei berufstätigen Frauen und Mütter kann diese Mehrfachbelastung Stress erzeugen
  • Berufstätigkeit bedeutet nicht grundsätzlich eine Belastung. Mit den richtigen Rahmenbedingungen kann sich Berufstätigkeit positiv auf die Gesundheit auswirken
  • Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten und Hilfsangebote den Alltag zu organisieren und so möglichen Stress zu reduzieren

 

Letzte Aktualisierung: April 2018