Psychische Gesundheit
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Gerlach will Frauengesundheit weiter stärken – Bayerns Gesundheitsministerin anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach will die Frauengesundheit weiter stärken. Gerlach betonte am Sonntag anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März: „Es ist wichtig, die Aufklärungs- und Forschungsarbeit im Bereich der geschlechtersensiblen Medizin weiter auszubauen. Denn es gibt zahlreiche gesundheitliche Besonderheiten und Erkrankungen, die nur Frauen betreffen und weiterhin zu wenig bekannt sind.“
Die Ministerin ergänzte: „Beispielsweise wissen wir, dass sich Herzinfarkte bei Frauen anders äußern können als bei Männern – und auch bei psychischen Erkrankungen gibt es geschlechterspezifische Unterschiede. Hinzu kommt, dass Frauen häufiger als Männer falsche oder verspätete Diagnosen erhalten, auch weil Frauen lange Zeit in klinischen Studien unterrepräsentiert waren.“
Gerlach erläuterte: „Geschlechtersensible Ansätze müssen deshalb noch stärker in die medizinische Ausbildung, Forschung und Praxis integriert werden. Nur so können wir erreichen, dass alle Patientinnen und Patienten die bestmögliche Versorgung erhalten.“
Die Ministerin fügte hinzu: „Auch Bayerns Masterplan Prävention berücksichtigt zielgruppenspezifische Ansätze. So machen wir uns sowohl für eine Vorsorgeuntersuchung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren – die Mädchensprechstunde M1 – als auch für eine neue Wechseljahres-Vorsorgeuntersuchung stark – die W1. Ziel ist ein strukturiertes ärztliches Gespräch für Frauen in dieser Lebensphase mit Aufklärung und individueller Beratung rund um die Wechseljahre und die gesundheitlichen Risiken in dieser Phase.“
Das Pilotprojekt zur W1 wird vom Bayerischen Gesundheitsministerium gefördert und aktuell an der Frauenklinik der TU München unter der Leitung von Prof. Dr. Marion Kiechle erprobt.
Gerlach unterstrich: „Die Wechseljahre sind eine natürliche Lebensphase, die jede Frau durchläuft. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr eine Informationskampagne gestartet, die unsere Gesellschaft für Wechseljahresbeschwerden sensibilisiert. Sie sind ein Thema für die ganze Gesellschaft, insbesondere auch für Arbeitgeber. Denn mit einem offenen Umgang und einer zugewandten Arbeitskultur kann in dieser Lebensphase unterstützt und Frauen eine bessere Arbeitsumgebung ermöglicht werden.“
Die Ministerin ergänzte: „Auf unserer Website stehen umfassende Informationsangebote zur Frauengesundheit sowie Gesundheitsberichte zur Verfügung. Sie vermitteln Wissen und Verständnis und nennen Anlaufstellen und Unterstützungsmöglichkeiten. Wir erweitern zudem unsere Reihe der Faktenblätter zur Frauengesundheit im Frühjahr um das Thema Beckenbodengesundheit. Ein gesunder Beckenboden ist entscheidend für Lebensqualität und Teilhabe – übrigens nicht nur bei Frauen!“
Informationen rund um das Thema Frauengesundheit sind auf der Website des Gesundheitsministeriums einsehbar.
Zitiert nach einer Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention (STMGP) vom 08.03.2026