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Psychische Erkrankungen - Burn-out-Syndrom

Was Sie selbst tun können

Falls Sie an sich Symptome eines Burn-outs bemerken, zögern Sie nicht, sich Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder einer Psycho­thera­peutin/einem Psycho­thera­peuten anzuvertrauen. Erzählen Sie, wenn Sie möchten, Angehörigen oder guten Freundinnen und Freunden von Ihrer Erkran­kung und holen Sie sich auf diese Weise zusätzliche Unterstützung.

Sie sollten aber schon bei den ersten Anzeichen psychischer Erschöpfung aktiv werden:

  • Legen Sie Pausen ein: Allgemein gilt, sich alle 60 bis 90 Minuten eine Auszeit von fünf Minuten zu nehmen.
  • Treffen Sie Verabredungen mit sich selbst: Planen Sie mindestens einmal wöchentlich eine Aktivität, z.B. einen Sportkurs, einen Kinoabend, einen Museumsbesuch oder eine Shoppingtour durch die Stadt.
  • Gestatten Sie sich Fehler: Eine zu hohe Erwartungshaltung an sich selbst, setzt Sie zusätzlich unter Druck, machen Sie sich daher bewusst, dass Sie nicht perfekt müssen. Niemand ist das. Versu­chen Sie realistische Ziele zu formulieren und auch provisorische Lösungen zu akzeptieren.
  • Setzen Sie Prioritäten: Gerade wenn es viel zu tun gibt, sollten Sie sich fragen, was wirklich wichtig ist, was Sie abgeben können und wofür Sie Unterstützung brauchen. Verschiedene Techniken wie die ABC-Methode können Ihnen dabei helfen.
  • Seien Sie nicht erreichbar: Wenn es möglich ist, versuchen Sie Ihre Erreichbarkeit zu reduzieren indem Sie beispielsweise am Wochenende telefonisch nicht verfügbar sind und auch nicht Ihre E-Mails lesen. Oder Sie gönnen sich einen Urlaub. Manchmal kann es auch sinnvoll sein, eine Kurmaßnahme in Anspruch zu nehmen.
  • Tauschen Sie sich aus: Gerade in sozialen Berufen ist der Aus­tausch mit Kolleginnen und Kollegen über die Arbeit wichtig. Angeleitete Supervisions- und Selbsterfahrungsgruppen können helfen, besser mit beruflichen Ansprüchen umzugehen.
  • Laufen Sie sich frei: Sport und Bewegung bieten eine gute Mög­lich­keit abzuschalten und etwas Abstand zum Alltag zu bekommen.
  • Lernen Sie bewusst zu entspannen: Das Erlernen von Ent­span­nungstechniken kann helfen, sich vom Alltag frei zu machen. Es gibt viele Methoden, sich zu entspannen wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Yoga, Meditation oder Tai Chi. Finden Sie heraus, welche Technik am besten zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt. Viele Krankenkassen bieten besondere Kurse zur Entspannung und zum Umgang mit Stress an.
  • Fordern Sie Hilfe ein: Gerade berufstätige Frauen sind häufig einer Doppelbelastung durch Familie und Beruf ausgesetzt, die Stress erzeugen kann. Stressfaktoren sind unter anderem unflexible Arbeitszeiten und Kinderbetreuungsangebote sowie mangelnde Entlastung durch die Partnerin/den Partner oder andere Vertrau­ens­personen. Sprechen Sie mit Ihrer Partnerin/ihrem Partner über die Aufgabenverteilung in der Familie. In vielen Fällen wünschen sich Väter mehr Verantwortung im häuslichen Bereich und bei der Erziehung der Kinder. Nutzen Sie neben der Möglichkeit für eine Kur auch lokale Angebote, wie etwa die Kinder- und Jugendhilfe sowie Angebote der Familienbildung und der Familienselbsthilfe.

 

Letzte Aktualisierung: April 2018