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Psychische Erkrankungen - Angststörung

Was Sie selbst tun können

Wenn Sie feststellen, dass Ihre Ängste überhandnehmen und Sie mehr und mehr beherrschen, sollten Sie zunächst ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und an den empfohlenen Therapieangeboten teilnehmen. Sie können den Genesungsprozess aktiv unterstützen, indem Sie Sport treiben. Regelmäßige Bewegung ist nicht nur gut für den Körper, sondern wirkt sich positiv auf das psychische Wohlbefinden und das Selbst­wert­gefühl aus. Zudem kann Ihnen eine sportliche Betätigung bei­spiels­weise in einem Tennisverein helfen, einem mög­lichen Rückzug aus dem sozialen Umfeld entgegenzuwirken. In manchen Fällen können auch Ent­span­nungs­verfahren wie die Progressive Muskelentspannung zusätz­lich zur Behandlung helfen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Psycho­thera­peutin/Ihrem Psycho­thera­peutin darüber, ob diese Methode für Sie geeignet ist.

Alkohol und Nikotin können eine Angststörung negativ beeinflussen. In manchen Fällen kann auch Koffein (Kaffee, Tee, Cola) die Symptome auslösen oder verstärken. Sie sollten daher generell auf eine ausge­wogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise achten.

Für den Alltag ist es wichtig, nicht vor der angstauslösenden Situation zu fliehen, wenn diese nicht wirklich gefähr­lich ist. Gehen Sie dabei schritt­weise vor, überfordern Sie sich nicht und freuen Sie sich auch über kleine Erfolge. Treten bei einer Panikattacke körperliche Symp­to­me wie Herz­rasen, Schwitzen oder Schwindel auf, vergegen­wärtigen Sie sich, dass diese keine schädlichen Folgen haben und Sie die Tätigkeit, mit der Sie gerade beschäftigt waren, fortsetzen können. Dies hilft Ihnen mög­licher­wei­se sogar dabei, sich von Ihrer Angst abzulenken. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Psycho­thera­peutin/Ihrem Psycho­thera­peuten darüber. Sie/er kann Sie dabei unterstützen mit angstauslösenden Situationen im Alltag besser umzugehen.

Zusammenfassung

  • Sollten Sie feststellen, dass Ängste die Kontrolle in Ihrem Leben übernehmen, sollten Sie professionelle Hilfe auf­suchen
  • Regelmäßige Bewegung und Entspannungstechniken kön­nen sich positiv auf das psychische Wohlbefinden auswirken und die Behandlung unterstützen
  • Vermeiden Sie Alkohol und Nikotin, um Ihre Gesundheit nicht zusätzlich zu belasten. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung
  • Wenn es nicht gefährlich ist, sollten Sie im Alltag vor angst­aus­lösenden Situationen nicht fliehen. Achten Sie dabei darauf, sich nicht zu über­for­dern und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Psycho­thera­peutin/Ihrem Psycho­thera­peutin über jeden Schritt

 

Letzte Aktualisierung: Februar 2019