1. Sprung zur Suche
  2. Sprung zur Servicenavigation
  3. Sprung zur Hauptnavigation
  4. Sprung zum Inhalt
  5. Sprung zum Footer

Krebserkrankungen - Gebärmutterkörperkrebs

Früherkennung und Diagnose

Es gibt bislang keine zuverlässige Früh­­erkennungs­­unter­suchung für das Endo­­metrium­­karzinom. Selbst wenn Ihre Frauenärztin/Ihr Frauen­arzt bei der allgemeinen Krebs­­vorsorge­­unter­­suchung die Gebär­­mutter vollständig abtastet, ist ein Endo­­metrium­­karzinom dadurch nicht zu diagnostizieren.

mehr

Manche Ärztinnen und Ärzte bieten eine Ultra­schall­unter­suchung über die Scheide, den sogenannten transvaginalen Ultraschall an. Dabei kann die Ärztin/der Arzt das Innere der Gebär­mutter und die Dicke der Gebär­mutter­schleim­haut abschätzen. Allerdings gibt es Expertinnen und Experten zufolge keine ausreichenden Beweise für den Nutzen dieser Unter­suchung bei der Gebär­mutter­körper­krebs-Früherkennung. Deshalb wird der transvaginale Ultra­schall bei Frauen, die keine Symptome haben, nur als sogenannte individuelle Gesund­heits­leistung (IGeL) angeboten. Das bedeutet, dass die Kosten nicht von der Kranken­kasse übernommen werden.

Ob Sie eine Unter­suchung zur Früh­erken­nung von Gebär­­mutter­­körper­­krebs in Anspruch nehmen wollen, ist Ihre persönliche Entscheidung. Sie sollten sich von Ihrer Frauen­ärztin/Ihrem Frauen­arzt umfassend beraten lassen, welche Unter­­suchungen bei Ihnen angebracht sind. 

Gynäkologische Untersuchung

Bei der gynäkologischen Untersuchung tastet die Ärztin/der Arzt über die Bauchdecke und gleichzeitig durch die Scheide den Muttermund, den Gebärmutterhals und den Gebärmutterkörper ab.

mehr

Außerdem führt der Arzt/die Ärztin ein so genanntes Spekulum in die Scheide ein, um die Scheiden­wände ausein­ander­zu­halten und so die Scheide, den Gebär­mutter­mund sowie mögliche Veränderungen betrachten zu können. Einige Frauen empfinden die Untersuchung als unangenehm, sie ist aber in der Regel nicht schmerzhaft.

Ultraschall durch die Scheide

Wenn Sie an unklaren Blutungen leiden oder wenn die Ärztin/der Arzt bei der Tast­unter­suchung etwas Auffälliges feststellt, schließt sich meist eine Ultra­schall­unter­suchung durch die Scheide an.

mehr

Der Arzt oder die Ärztin kann so die Dicke der Gebärmutterschleimhaut messen und auch andere Veränderungen an Gebärmutterkörper oder -hals sowie den Eileitern und Eierstöcken erkennen. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten, sie ist meist schmerz­frei und nicht mit einer Strahlen­belastung verbunden. Allerdings ist eine sichere Gebär­mutter­körper­krebs-Diagnose alleine anhand einer Ultra­schall-Untersuchung nicht möglich.

Spiegelung und Ausschabung der Gebärmutter

Besteht der Verdacht auf Gebär­mutter­körper­krebs, wird eine Gewebe­probe benötigt, um die Diagnose zu sichern. Dafür wird unter Narkose zunächst eine Sonde mit einer Kamera in die Gebär­mutter eingeführt und die Gebär­mutter­schleim­­haut begutachtet. Unter Umständen werden dabei aus verdächtigen Bereichen Proben entnommen.

mehr

Bei der anschließenden Ausschabung wird die ober­flächliche Gebär­­mutter­­schleim­­haut mit einem langen löffel­förmigen Instrument syste­matisch abgetragen. Der Eingriff erfolgt meistens ambulant, jedoch ist wegen der Schmerzen eine Narkose erforderlich.

Alle Gewebe­proben werden nach der Entnahme im Labor untersucht. Durch diese Unter­­suchung lässt sich fest­stellen, ob es sich tatsächlich um Gebär­­mutter­­körper­­krebs handelt. 

Zusammenfassung

  • Es gibt keine zuverlässige Früherkennungs­­unter­­suchung für Gebär­­mutter­­körper­­krebs
  • Für den Nutzen einer routinemäßigen Ultra­schall­­unter­­suchung gibt es keinen Beweis
  • Frauen, die zu einer Risiko­gruppe gehören, sollten sich von ihrer Frauen­ärztin/ihrem Frauen­arzt beraten lassen.
  • Wenn Verdacht auf Gebär­mutter­­körper­­krebs besteht, erfolgt eine Tast­­­unter­­­suchung, ein vaginaler Ultra­schall sowie unter Narkose eine Spiegelung und Aus­­schabung der Gebärmutter

 

Letzte Aktualisierung: Januar 2018