Frauengesundheitsforschung
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International Urogynecology Awareness Day: Bedeutung der Urogynäkologie für die Gesundheit und Lebensqualität von Frauen im Fokus
Beckenbodenerkrankungen sind häufig, aber behandelbar – dennoch sprechen viele Betroffene aus Scham oder Unwissenheit nicht darüber. Mit dem International Urogynecology Awareness Day am 20. Februar soll daher die Urogynäkologie weltweit in den Fokus gesetzt werden: Ziel dieses Aktionstages ist es, die Bedeutung der Urogynäkologie für die Gesundheit und Lebensqualität von Frauen in den Mittelpunkt zu rücken und sowohl die medizinische Fachwelt als auch die Öffentlichkeit für die Prävention, Diagnostik und Therapie von Beckenbodenerkrankungen zu sensibilisieren.
Häufigkeit und Bedeutung von Beckenbodenerkrankungen: Bewusstsein schaffen, Tabus abbauen, Versorgung stärken
Beckenbodenerkrankungen wie Harninkontinenz, Senkungsbeschwerden oder chronische Blasen- und Darmprobleme betreffen einen großen Teil der weiblichen Bevölkerung. So ist zum Beispiel Harninkontinenz ein beträchtliches gesundheitliches Problem für Frauen aller Altersgruppen. Insgesamt berichteten im Rahmen einer statistischen Erhebung 15% der weiblichen Bevölkerung über solche Beschwerden.¹
Trotz dieser hohen Prävalenz werden viele Erkrankungen nicht angesprochen, da sie noch immer mit Scham oder Stigmatisierung verbunden sind. Anzunehmen ist daher, dass die Dunkelziffer der Betroffenen noch deutlich höher liegt.
Mit dem International Urogynecology Awareness Day soll daher nicht nur die öffentliche Wahrnehmung verbessert werden – es sollen auch Tabus abgebaut und der Dialog über Beckenbodengesundheit gefördert werden. Für Fachpersonal bietet der Tag die Gelegenheit, sich zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, interdisziplinären Behandlungskonzepten und praxisrelevante Strategien zu informieren: So bietet zum Beispiel die S2k-Leitlinie Harninkontinenz der Frau einen Überblick unter anderem über Diagnostik sowie konservative, medikamentöse und operative Therapieoptionen bei Harninkontinenz.
Für Forschung und Wissenschaft in der Urogynäkologie: Die Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion e. V. (AGUB e.V.)
Unsere Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion e. V. (AGUB e.V.) setzt sich seit Jahren gezielt für die Förderung der Urogynäkologie in Wissenschaft und Forschung ein: Sie engagiert sich dafür, Aufklärung zu fördern, Tabus abzubauen und die Versorgungsqualität für Patientinnen kontinuierlich zu verbessern.
„Wir möchten durch wissenschaftliche Exzellenz, strukturierte Weiterbildung und interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit die bestmögliche Diagnostik und Therapie sicherstellen. Gleichzeitig möchten wir Betroffene ermutigen, Beschwerden frühzeitig anzusprechen und qualifizierte Hilfe in Anspruch zu nehmen. Lassen Sie uns gemeinsam Bewusstsein schaffen – für mehr Lebensqualität, mehr Offenheit und eine starke urogynäkologische Versorgung.“ Prof. Dr. Markus Hübner, Vorsitzender der AGUB e.V.
Durch die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung, praxisnaher Weiterbildung und interdisziplinärer Kooperation trägt die AGUB e.V. dazu bei, moderne Standards in Diagnostik und Therapie zu etablieren und den Austausch zwischen Gynäkologie, Urologie, Physiotherapie und Pflege zu stärken. So soll gemeinsam Bewusstsein geschaffen werden – für mehr Lebensqualität, mehr Offenheit und eine starke urogynäkologische Versorgung.
Zitiert nach einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) im Februar 2026.