Endometriose
Junge Frau mit Krämpfen

Was ist Endometriose?

Jedes Jahr erkranken in Deutschland schätzungsweise 40.000 Frauen an Endometriose. Diese gutartige Wucherung der Gebärmutter­schleim­haut ist damit eine der häufigsten gynäkologischen Erkran­kungen. Oftmals dauert es jedoch sieben und mehr Jahre, bis die Erkrankung diagnostiziert wird. Die häufig starken Beschwerden, die mit einer Endometriose einhergehen können, schränken die Lebens­qualität vieler betroffener Frauen erheblich ein. Die Symptome reichen von Unterleibsschmerzen, starken Monatsblutungen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Blasen- und Darmproblemen bis hin zur unge­wollten Kinderlosigkeit bei bis zu 50 Prozent der erkrankten Frauen.

Die Endometriose ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen der Frau im gebärfähigen Alter, die erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität und in der Partnerschaft mit sich bringen kann. Trotz vieler Theorien sind die Ursachen letztlich immer noch weitgehend unerforscht. Die Behandlung, gerade wenn eine ungewollte Kinder­losigkeit vorliegt, ist oft eine Gratwanderung für die betroffenen Paare, aber auch für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte.

Die Endometriose stellt sich sehr facettenreich dar und bereitet ca. der Hälfte der Betroffenen erhebliche Schmerzen während der Regelblutung. In vielen Fällen sind die Schmerzen chronisch. Die Belastungen werden von der Umwelt und den behandelnden Ärzten/Ärztinnen oder Therapeuten/Therapeutinnen nicht selten unterschätzt. Annäherungsweise 10 % aller Frauen im gebärfähigen Alter sind betroffen.




Letzte Aktualisierung: Juni 2016

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