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Rauchen / Tabak

Frauen und Rauchen / Tabak

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist Rauchen stark in unserer Gesell­schaft verankert. Der Anteil an Frauen und Mädchen, die Tabak konsumieren, hat vor allem in den letzten Jahrzehnten bedenklich zuge­nommen. Heute rauchen etwa 26 Prozent aller Frauen über 18 Jahren (Männer: 31 Prozent). Unterstützt durch Wer­bung und Marketing­stra­te­gien, sehen viele Mädchen und junge Frauen Rauchen als Weg in die Freiheit und Emanzipation an. Zudem erleich­tern Zusatzstoffe in Tabakprodukten das Rauchen und verstärken das Suchtpotenzial - der Weg aus der Abhängigkeit ist ent­sprechend schwierig. Es besteht auch ein Zusammenhang zwischen der sozio­ökonomischen Lage und dem Tabakkonsum bei Frauen: Frauen mit niedrigem Bildungsstand, Arbeitslose und Alleinerziehende rauchen häufiger als Frauen aus sozial besser gestellten Schichten.

Warum ist Tabak / Rauchen gesundheitsschädlich?

Rauchen ist weltweit eines der größten vermeidbaren Gesundheits­risiken. Es verursacht eine Vielzahl schwerwiegender Krankheiten, zum Beispiel  Krebs, chronisch obstruktive Lungen­erkrankungen (COPD) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Frauen sind besonders gefährdet, da sie empfindlicher auf die schäd­lichen Substanzen im Tabakrauch reagieren und zusätzliche Gesundheits­risiken haben.
Raucherinnen haben ein erhöhtes Risiko für Lungen- und Blasen­krebs. Rauchen und die gleichzeitige Einnahme der „Pille“ verviel­facht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Rauchen ist ein Risiko­faktor für Gebärmutterhalskrebs, vorzeitig einsetzende Wechsel­jahre, ver­ringerte Fruchtbarkeit, Osteoporose (Knochen­schwund) und einen beschleu­nig­ten Alterungs­prozess. Während der Schwangerschaft schaden Rau­chen und Passivrauchen sowohl der Mutter als auch dem ungebo­re­nen Kind. Um Frauen auf dem Weg in die rauchfreie Schwanger­­schaft zu begleiten, hat die Bundes­zentrale für gesundheit­liche Aufklärung eine Broschüre für Schwangere und ihre Partner herausgegeben: Rauchfrei in der Schwangerschaft - Ich bekomme ein Baby.

Gibt es Programme zum Schutz für Nichtraucherinnen und Nichtraucher?

Seit 2007 ist das Rauchen in Bundesbehörden und in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten. In den Bundesländern gelten seit 2008 umfassende Nichtraucherschutzgesetze. Das Rauchen ist generell in öffentlichen Einrichtungen, Schulen, Krankenhäusern und Gaststätten untersagt.  

Paragraph 5 der Arbeitsstättenverordnung regelt den Nicht­raucher­schutz am Arbeitsplatz: Seit Oktober 2002 sind Arbeit­geberinnen und Arbeit­geber verpflichtet, die Beschäftigten vor den gesundheit­lichen Schäden des Passivrauchens am Arbeitsplatz zu schützen. Zu diesem Thema hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Informa­tionen für rauchende und nichtrauchende Beschäftigte in einer Broschüre zusammengestellt.

Das durch das Bundesministerium für Gesundheit geförderte Forum „Gesundheitsziele.de“ formulierte im Jahre 2003 Vorschläge für die Entwicklung und Umsetzung eines nationalen Programms, das den Tabakkonsum reduzieren und Nichtrauchen fördern soll. Der jährliche Drogen- und Suchtbericht der Drogenbeauftragten der Bundesrepublik Deutschland verschafft eine aktuelle Übersicht der Maßnahmen, die im Bereich Tabakkontrolle in Deutschland getroffen werden.

Was finden Sie im Frauengesundheitsportal zum Thema Tabak/Rauchen?

Ziel des Frauengesundheitsportals ist es, Informationen zum Thema „Frauen und Rauchen“ zu sammeln und sowohl Fachleuten als auch interessierten Laien und Betroffenen zugänglich zu machen.

mehr

  • Tabakkontrollpolitik: Handlungsempfehlungen, gesetzliche Maßnahmen, Aktionen und Daten zur rechtlichen Regelung von Herstellung und Vertrieb von Tabakprodukten, zum Nicht­raucher­schutz, zu Tabaksteuern und Schmuggel, über das Rauch­verhalten und zur sozialen Benachteiligung.

  • Gesundheitsschäden: Studien, Berichte und Informationsmaterial über die allgemeinen gesundheitlichen Folgen des Rauchens (Lungenkrebs, Herzkreislaufkrankheiten, Atemwegserkrankungen, Asthma, vorzeitiges Altern, Zahnerkrankungen) sowie frauen­spezifische Risiken (Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs, frühere Menopause oder verminderte Fruchtbarkeit).

  • Schwangerschaft: Untersuchungen, Daten und Broschüren über den Einfluss des Rauchens auf die werdende Mutter, das unge­borene Kind und den Säugling.

  • Passivrauchen: Erfahrungen, Berichte und Studien über die Eigenschaften und Gefahren des Tabakrauchs, Initiativen zum Schutz vor Passivrauchen und das Recht auf eine rauchfreie Umgebung.

  • Abhängigkeit: Informationen, Broschüren und Abhandlungen über das suchterzeugende Potential von Tabakprodukten, die Wirkung von Nikotin auf das zentrale Nervensystem, psychische und physische Abhängigkeit und Entzugserscheinungen.

  • Entwöhnung: Angebote von Entwöhnungs- und Fortbildungs­kursen, Informationen über Selbsthilfematerial und Beratungs­stellen, Informationen über die Vorteile des Rauchstopps, Unter­suchungen über Verhaltensänderung, Verhaltenstherapien und Nikotin­ersatztherapie.

  • Produktinformation: Studien, Berichte und Daten über Tabakprodukte, Tabakanbau, Produktionsprozesse, giftige und krebserregende Substanzen, Inhalts- und Zusatzstoffe, Marketingstrategien der Tabakindustrie.

  • Rauchen am Arbeitsplatz: Broschüren und  Leitlinien zur Umsetzung von Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz, Informationsquellen, rechtliche Regelungen, betriebliche Maßnahmen, Wirtschaftlichkeit.

  • Tabakkonsum: Statistiken und Studien über Rauchgewohnheiten und Tabakkonsum.


Im Frauengesundheitsportal finden Sie weiterführende Informationen zu Gesetzesentwürfen, Studienergebnissen, Berichten, Statistiken und Broschüren rund um die Themen Tabakkontrollpolitik, Gesund­heits­­schäden, Rauchen in der Schwangerschaft, Passivrauchen und Ent­wöhnung. Der Bereich Organisationen bietet Ihnen einen Überblick über nationale Institutionen, Vereine und Gesell­schaf­ten, die sich mit den gesundheitlichen und gesund­heits­öko­no­mi­schen Folgen des Rauchens beschäftigen. Hier finden Sie auch Unterstützung in Suchtfragen oder Statistiken zur allgemeinen Entwicklung des Tabakkonsums.
Im Bereich Informationen/Materialien/Broschüren können Sie sich über politische, geschlechts­spezi­fische und gesundheitliche Hintergründe informieren. Neben Broschüren und Online-Kampagnen zur Sucht­prävention stehen auch Materialien zur Verfügung, in denen Wege aus der Sucht und Gründe für Suchterkrankungen thematisiert werden.
Weiterführende Informationen wie Jahrbücher, aktuelle Statistiken, Unter­richts­materialien zur Suchtprävention und Aufklärung sowie internationale Gesundheitsberichte sind im Bereich Fach­publi­kationen/Daten für Sie zusammengestellt.

Über den Hauptauftritt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung lassen sich Informationen über die Telefonberatung zur Tabakentwöhnung aufrufen.

 

Letzte Aktualisierung: Februar 2019