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Osteoporose

Häufige Fragen zur Behandlung

Wie wird Osteoporose behandelt?

Basis jeder Osteoporose-Therapie ist eine ausgewogene Ernährung mit genügend Kalzium und Vitamin D. Training der Muskulatur des ganzen Körpers und Übungen zur Stabilisierung bzw. Verbesserung der Balance sind als Basismaßnahmen bei Osteoporose ebenfalls empfehlenswert.

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Auch eine Bewegungstherapie zum Erlernen und Einüben schmerzlindernder Verhaltensweisen im Alltag kann sinnvoll sein. Es gibt jedoch kaum wissenschaftliche Untersuchungen, die erlauben, zu einzelnen Sportarten konkrete Empfehlungen zu geben.

In vielen Selbsthilfegruppen wird ein so genanntes Funktionstraining angeboten, das von Physiotherapeuten mit besonderer Ausbildung für Osteoporose durchgeführt wird. Dieses Training kräftigt die Muskeln - dadurch werden die Knochen gestärkt. Die ca. 300 Selbsthilfegruppen des Bundesselbsthilfeverbandes für Osteoporose e. V. führen eine spezielle Osteoporosegymnastik durch. Dieses so genannte Funktionstraining wird als Trocken- und/oder Wassergymnastik angeboten und bei ärztlicher Verordnung von den gesetzlichen Krankenkassen unterstützt.

Welche medikamentösen Therapien gibt es bei Osteoporose?

Es gibt verschiedene Therapieansätze zur Behandlung der Osteoporose. Die meisten eingesetzten Medikamente versuchen den Abbauprozess der Knochensubstanz zu stoppen.

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Medikamente wie Bisphosphonate können das Knochenbruchrisiko senken, sie sind vergleichsweise gut untersucht nicht zuletzt auch hinsichtlich ihrer Nebenwirkungen. Die Einnahme eines Medikaments sollte mit den behandelnden Ärztinnen bzw. Ärzten besprochen werden.

Falls Medikamente wegen anderer Krankheiten eingenommen werden, sollte durch Ärzte/Ärztinnen, geklärt werden, dass diese Medikamente in den jeweiligen Dosen möglichst keine ungünstigen Wirkungen für die Knochen haben.

Kann Osteoporose operativ behandelt werden?

Seit einigen Jahren werden bei operativen Eingriffen nach Wirbelkörperbrüchen aufgrund einer Osteoporose verschiedene Verfahren angewandt, bei denen in einen frischeren Wirbelkörperbruch Zement eingebracht wird.

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Dadurch lassen sich die zum Teil sehr schlimmen Schmerzen in den ersten Monaten nach einem frischen Bruch nachweislich lindern, wobei allerdings etwas unklar bleibt, wie groß hier der Plazeboeffekt ist.

Die beiden hauptsächlich angewandten Verfahren werden Vertebroplastie und Kyphoplastie genannt. Beide Methoden werden von einer Vielzahl von Kliniken angeboten. Im Gegensatz zu der kurzfristigen schmerzlindernden Wirkung, die für viele ältere Patientinnen und Patienten sehr wichtig sein kann, um rasch wieder den Alltag bewältigen zu können, ist ein möglicher langfristiger Nutzen dieser Methoden allerdings nicht einwandfrei dokumentiert. Es besteht sogar die Befürchtung, dass es durch die Zementeinbringung zu einem vermehrten Risiko für neue Brüche in den angrenzenden Wirbelkörpern kommt, so dass hier gute Langzeitdaten dringend erforderlich sind, um den Nutzen und Schaden besser abwägen zu können.

Die aktuellen Leitlinien des Dachverbands Osteologie empfehlen deshalb bei einem osteoporotischen Wirbelkörperbruch eine Therapie mit Schmerzmitteln und begleitenden Maßnahmen über 3 Wochen und eine gewissenhafte Einzelfallentscheidung, wer für die Methode der Zementeinbringung in Frage kommt, wenn eine gute nichtoperative Behandlung die Schmerzen nicht ausreichend lindert oder aufgrund von Nebenwirkungen nicht ausreichend durchführbar ist.

Ganz anders sieht das aus bei unfallbedingten Wirbelkörperbrüchen, auch bei Osteoporosepatienten. Hier muss der Unfallchirurg entscheiden, wie stabil der Bruch ist und wird in Abhängigkeit davon eine operative oder nichtoperative Therapie vorschlagen.

Weitere Informationen zur Behandlung von Osteoporose finden Sie im Frauengesundheitsportal hier.

 

Letzte Aktualisierung: Januar 2018