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Gebärmuttererkrankungen - Myome

Behandlung

Myome sind gutartige Gewebewucherungen und gehören nicht zu den Krebserkrankungen. Wenn die Ärztin/der Arzt bei Ihnen ein Myom festgestellt hat, müssen Sie sich deshalb keine ernsthaften Sorgen machen, dass dieses bösartig werden könnte.

Eine Therapie ist nur notwendig, wenn die Myome bei Ihnen Beschwer­den verursachen, die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, zu Problemen in der Schwangerschaft führen könnten oder wenn ein Verdacht auf Bösartigkeit besteht. Es stehen verschiedene Therapie­maß­nahmen zur Verfügung.

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Zum Beispiel:

  • Eine Behandlung mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat: Der Wirkstoff liegt als Tablette vor. Er hemmt die Wirkung des Hormons Proges­teron, welches am Wachstum der Myome beteiligt ist und kann so zu einer Verkleinerung der Myome und zur Verringerung der Beschwer­den beitragen. Die Behandlung kann im Vorfeld eine Operation angewendet werden. Sie kommt aber auch als Langzeittherapie für Frauen, die keine Operation wünschen beispielsweise aufgrund eines Kinderwunsches, in Frage. Bei der Behand­lung mit dem Medikament Esmya sind in einzelnen Fällen Leber­schäden aufgetreten. Dies wird derzeit von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) überprüft. Zu möglichen Neben­wirkungen sollten Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt sprechen.
  • Eine Hormontherapie: Treten die Myome in Zusammenhang mit Blutungsstörungen auf, kommen weibliche Hormone (Gestagene) oder GnRH-Analoga (zyklussteuernde Hormone aus dem Zwischenhirn) zum Einsatz. Diese beeinflussen die Östrogen­produktion und können in manchen Fällen helfen, das Wachstum der Myome vorübergehend zu bremsen. Die Therapie wird meist zeitlich begrenzt eingesetzt. Häufig erfolgt im Anschluss an die Behandlung zusätzlich eine Operation.
  • Eine Hormonspirale: Eine Hormonspirale wird in die Gebärmutter eingesetzt und kann dort bis zu fünf Jahre bleiben. Durch die kontinuierliche Abgabe von künstlichen Hormone, die den Gestagenen ähneln, kann das Wachstum von Myomen gehemmt werden. Die Hormonspirale kann nur bei Frauen zum Einsatz kommen, deren Myome nicht zu groß sind.
  • Eine operative Entfernung: Bei einer Operation kann entweder die gesamte Gebärmutter entfernt werden (Hysterektomie) oder die Myome werden ausgeschält (Myomnukleation).
  • Eine Myomembolisation: Der Eingriff ist minimal-invasiv und erfolgt unter lokaler Betäubung. Mit Hilfe eines Katheters werden dabei gezielt die Blutgefäße, die das Myom versorgen, verschlossen. Das Wachstum der Myome wird dadurch gestoppt.
  • Ein gezielter Ultraschall: Dieser kommt bei Myomen zum Einsatz die günstig liegen, damit keine anderen Organe geschädigt werden. Die Ultraschallwellen werden gebündelt auf die Myome gerichtet. Dabei wird eine so große Hitze erzeugt, dass das Gewebe abstirbt und die Myome so verkleinert werden.
  • Eine unterstützende Therapie mit Schmerzmitteln: Insbesondere entzündungshemmende Schmerzmittel wie Diclofenac und Ibuprofen kommen dabei zum Einsatz. Beide Medikamente werden auch genutzt, um starke Menstruationsschmerzen zu lindern. Mögliche Nebenwirkungen können Magenbeschwerden, Übelkeit oder Kopfschmerzen sowie Benommenheit sein.

Welche Therapie für Sie am besten geeignet ist, hängt von verschie­denen Faktoren ab, zum Beispiel Ihrem Alter, der Familien­planung, Ihren Beschwerden und von der Lage und Größe des Myoms. Generell besteht jedoch keine Eile, sodass Sie sich zunächst in Ruhe über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Therapien informieren können. Lassen Sie sich dabei von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt beraten und zögern Sie auch nicht, sich eine Zweitmeinung einzuholen. 

Operation
Ist eine operative Entfernung der Myome sinnvoll, führen Ärztinnen und Ärzte gerade bei jungen Frauen häufig eine gebärmuttererhaltende Operation durch. Diese erfolgt zunehmend nicht mehr mit Bauchschnitt, sondern mithilfe einer Bauchspiegelung (Laparoskopie), da der Eingriff schonender und die Gesundung schneller ist.

Eine vollständige Gebärmutterentfernung oder zumindest eine Entfernung des gesamten Gebärmutterkörpers, unter Belassung des Gebärmutterhalses, kann unter Umständen ratsam sein, wenn die betroffenen Frauen an starken Schmerzen und Regelblutungen leiden oder wenn viele und schnell wachsende Myome vorhanden sind. Voraussetzung für diesen Eingriff ist, dass die Familienplanung bereits abgeschlossen ist. Welcher Eingriff in Ihrem Fall sinnvoller ist, müssen Sie mit der Ärztin/dem Arzt erörtern. 

Zusammenfassung

  • Bei Beschwerden können Myome auf unterschiedliche Weise therapiert werden. Zu den Behandlungs­möglichkeiten zählen zum Beispiel eine Hormon­therapie, die Operation oder die Myomembolisation
  • Wichtig für die Wahl der Behandlung ist, ob ein Kinderwunsch besteht
  • Bei der Behandlung besteht kein Grund zur Eile. Nutzen Sie deshalb die Chance, sich umfassend über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten zu informieren

 

Letzte Aktualisierung: Januar 2018