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Alkohol

Meldungen zum Thema

Fasten 2019: Immer mehr Menschen halten es für sinnvoll

Neue DAK-Studie: Alkoholverzicht weiterhin Spitzenreiter

Fasten liegt im Trend: Immer mehr Deutsche halten es für gesund­heitlich sinnvoll. Die Zahl der Fasten-Befür­worter stieg in den vergangenen Jahren stetig an. Lag sie vor acht Jahren noch bei 53 Prozent, sind es nun 63 Prozent – ein Plus von fast 20 Prozent. Vor allem unter jungen Men­schen ist der bewusste Ver­zicht weit verbrei­tet. Dabei möchten immer mehr Fasten-Fans auf Alkohol verzich­ten: Die geplante Absti­nenz liegt mit 73 Prozent so hoch wie nie zuvor. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Auch auf Süßig­keiten und Fleisch wollen die Deut­schen wei­ter­hin verzichten. Immer öfter soll darüber hinaus auch der Computer aus bleiben: Mehr als jeder Vierte möchte in den kommenden Wochen Internet- und Computerfasten.

In der Altersgruppe der 18 bis 29-Jährigen sind die Fasten-Befürworter deutlich in der Überzahl: 81 Pro­zent von ihnen halten den Verzicht für gesundheitlich sinnvoll. Auch haben viele von ihnen bereits selbst gefastet. 67 Prozent gaben an, dass sie schon mindestens einmal bewussten Verzicht geübt haben. Dabei verzichteten sie am ehesten auf Alkohol (71 Prozent), Süßigkeiten (64 Prozent) und das Fernsehen. Bei 61 Prozent von ihnen soll die Mattscheibe in den kommenden Wochen schwarz bleiben – so häufig wie in keiner anderen der untersuchten Altersgruppen. 30- bis 44-Jährige verzichten ebenso vor allem auf Alko­hol: Fast zwei Drittel (74 Prozent) gaben das an, gefolgt von Süßigkeiten (67 Prozent). „Die ‚Klassiker‘ des Fastens sind oft auch die Dinge, die am meisten fürs schlechte Gewissen verantwortlich sind.“, sagt Franziska Kath, Diplom-Psychologin bei der DAK-Gesundheit. „Auch wenn es mal nicht klappt, das Fasten komplett durchzuhalten, sollte man aber nicht verzagen. Allein das geschärfte Bewusstsein kann schon viel bewegen.“

Internetverzicht immer beliebter

Fast jeder Dritte (29 Prozent) möchte in den kommenden Wochen auf private Computer- und Internet­nutzung verzichten. Immer mehr Menschen wollen ihre Zeit lieber mit realen Freunden und mit ihrer Familie als im Internet verbringen (32 Prozent). Auch Zeit für sich selbst wurde häufig angegeben (38 Prozent), ebenso wie der Wille, dadurch weniger Stress zu haben (39 Prozent).

Fasten-Unterschiede zwischen Mann und Frau
Unterschiede zwischen Männern und Frauen zeigen sich beim Fasten vor allem in Sachen Ernährung: So gaben Frauen häufiger als Männer an, auf Süßigkeiten (70 Prozent) oder auf Fleisch (50 Prozent) verzich­ten zu wollen. Bei Männern steht Alkohol mit 77 Prozent ganz oben auf der Fasten-Liste. Auch beim Fern­sehen unterscheiden sich die Geschlechter: 36 Prozent bei den fastenden Frauen zu 43 Prozent bei den Männern.

Fasten-Fans besonders im Süden
Die Beteiligung an einer Fastenzeit ist in Bayern und Baden-Württemberg besonders hoch. Dort gaben 52 bzw. 50 Prozent an, schon mehrmals gefastet zu haben. In den ostdeutschen Bundesländern liegt der An­teil hingegen nur bei 39 Prozent. Während 11 Prozent der Befragten ohne Erfahrung sich künftig einen ge­zielten Verzicht vorstellen können, kommt das für 25 Prozent nicht in Frage.

Zitiert nach einer Pressemitteilung der DAK-Gesundheit vom 04.03.2019