Aktuelle Meldungen

10.11.2017

Welt-Diabetes-Tag am 14. November

Prävalenz (Häufigkeit vorliegender Erkrankungen), Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen) und Mortalität (Häufigkeit aufgetretener Sterbefälle) sind entscheidende Kennzahlen zur kontinuierlichen Überwachung des Krankheitsgeschehens auf Bevölkerungsebene und daher auch Kernindikatoren der Diabetes-Surveillance, die im Robert Koch-Institut aufgebaut wird. In einem Übersichtsartikel für das Journal of Health Monitoring haben RKI-Wissenschaftlerinnen die für die vergangenen Jahrzehnte verfügbaren Angaben zur Prävalenz, Inzidenz und Mortalität des Diabetes in der erwachsenen Bevölkerung Deutschlands dargestellt.

So lag beispielsweise die Prävalenz des bekannten (ärztlich diagnostizierten) Diabetes bis zu den 1960er Jahren deutlich unter 1 %. Aktuelle bundesweite Schätzungen liegen zwischen 7,2 % aus RKI-Untersuchungssurveys (18- bis 79-Jährige) und 9,9 % auf Basis von Daten gesetzlich Krankenversicherter (alle Altersgruppen). Ursachen der Zunahme des bekannten Diabetes sind eine Zunahme von Übergewicht und weiteren Diabetes-Risikofaktoren in der Bevölkerung, die demografische Alterung sowie Verbesserungen in der Früherkennung und der Versorgung von Diabetes. Das kontinuierliche Gesundheitsmonitoring des RKI erlaubt mit seinen wiederkehrenden Untersuchungssurveys auch Aussagen zur zeitlichen Entwicklung des unerkannten (bislang nicht diagnostizierten) Diabetes und zur diabetes-bezogenen Mortalität.

Weitere Informationen

Zitiert nach einer Meldung des Robert Koch-Instituts vom 10.11.2017