1. Sprung zur Suche
  2. Sprung zur Servicenavigation
  3. Sprung zur Hauptnavigation
  4. Sprung zum Inhalt
  5. Sprung zum Footer

Aktuelle Meldungen

Warnsignale der Psyche erkennen, Suizide verhindern

Deutschlandweit nehmen sich jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen das Leben. Bis zu 90 Prozent dieser Suizide stehen im Zusammenhang mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen. Anl√§sslich des Welttages der Suizidpr√§vention fordert DGPPN-Pr√§sident Prof. Dr. Arno Deister deshalb, die Fr√ľherkennung psychischer Erkrankungen in Gesellschaft, Politik, Forschung und Versorgung noch st√§rker in den Blick zu nehmen.

10.000 Menschen begehen j√§hrlich in Deutschland Suizid ‚Äď das entspricht der Einwohnerzahl einer gr√∂√üeren Kleinstadt. Auch wenn sich die Suizidrate seit den 1970er Jahren hierzulande nahezu halbiert hat, so ist es weltweit die zweith√§ufigste Todesursache bei jungen Menschen zwischen 15 und 29 Jahren. Besonders alarmierend ist die Zahl der Suizidversuche, die sich auf mindestens 100.000 bel√§uft. "In 90 Prozent aller F√§lle sind die Suizide auf eine psychische Erkrankung wie Depressionen, Suchterkrankungen und Schizo¬≠phrenie zur√ľckzuf√ľhren", erkl√§rt DGPPN-Pr√§sident Prof. Dr. Arno Deister. "Das Ziel muss sein, den Prozess so fr√ľh wie m√∂glich aufzuhalten, im besten Fall schon bevor die Psyche leidet ‚Äď Pr√§vention ist eines der gro√üen  Zukunftsthemen der Psychiatrie. Hierbei sind aber nicht nur √Ąrzte und Wissenschaftler gefragt, sondern vielmehr die gesamte Gesellschaft und das Gesundheitswesen: Gesundheitspolitik und Selbstverwaltung m√ľssen unbedingt sicherstellen, dass f√ľr psychisch erkrankte Menschen passgenaue Versorgungsangebote zur Verf√ľgung stehen. Zudem ist es unerl√§sslich, die richtigen Weichen f√ľr die Wissenschaft zu stellen, um weitere Durchbr√ľche in der Erforschung von psychischen Erkrankungen und ihrer Entstehung zu erreichen. Auch wenn wir bereits viele Erkenntnisse gewinnen konnten, so sind auch in der Suizidforschung noch immer relevante Fragen offen. Nicht zuletzt muss das Wissen √ľber psychische Erkrankungen und Suizid in der Bev√∂lkerung gef√∂rdert werden, damit jeder bei sich selbst oder in seinem Umfeld die Warnsignale erkennen und eine Behandlung rechtzeitig eingeleitet werden kann."

DGPPN Kongress 2018 in Berlin: vier Tage im Zeichen der Psyche
Vom 28. November bis 1. Dezember 2018 treffen sich √ľber 9000 √Ąrzte, Wissenschaftler und Therapeuten zu Europas gr√∂√ütem Fachkongress f√ľr die psychische Gesundheit in der Hauptstadt.

Zitiert nach einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft f√ľr Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde vom 10.09.2018

Weitere Informationen zu Psychischen Erkrankungen finden Sie im Frauengesundheitsportal