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Schlaganfall - Gesunder Lebensstil reduziert offenbar das Risiko

Menschen mit einem erhöhten Schlag­anfallrisiko können der Krank­heit offenbar mit einem gesunden Lebens­stil entgegen­wirken. Vor allem der Verzicht auf das Rauchen und ein „normales“ Körper­ge­wicht haben einen positiven Einfluss. Das lässt eine Studie ver­mu­ten, für die Daten von mehr als 300.000 Erwachsenen in Groß­britannien ausgewertet wurden. Die Teilnehmer waren 40 bis 73 Jahre alt und hatten vor Studien­beginn keinen Schlag­anfall oder Herz­infarkt erlitten.

Um das genetische Risiko für Schlag­anfall einschätzen zu können, entwickel­ten die Wissen­schaftler eine Punkte­skala. Der genetische „Risiko-Score“ basierte auf 90 Gen­varianten, die mit Schlag­anfall in Verbin­dung stehen. Ein gesunder Lebens­stil wurde anhand von vier Faktoren definiert: Nicht­rauchen, eine Ernäh­­rung mit viel Obst, Gemüse und Fisch, regel­mäßige körper­liche Bewe­gung und ein nor­ma­les Körper­gewicht. Das Körper­gewicht wurde anhand des Körpermassen­indexes (BMI), dem Verhältnis von Gewicht (in kg) zur Körpergröße (in m zum Quadrat), eingeschätzt. Im Laufe der Beobachtungs­zeit von durch­schnittlich sieben Jahren wurden 2.077 Schlag­anfälle diagnostiziert.

Wer ein hohes genetisches Risiko hatte, erlitt mit einer um 35 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall – unabhängig vom Lebensstil. Allerdings war ein ungünstiger Lebensstil in jeder Risiko­kate­gorie mit einem um 66 Prozent höheren Erkrankungs­risiko verbunden. Bei Männern (plus 82 %) war der Zusammenhang zwischen einer ungesunden Lebens­weise und Schlag­anfall deut­licher als bei Frauen (plus 36 %). Menschen mit einem hohen genetischen Risiko und ungüns­tigen Lebens­gewohn­hei­ten hatten ein mehr als zweifach höheres Erkrankungs­risiko im Vergleich zu Probanden mit einem gesunden Lebens­stil ohne genetische Disposition.

Die Studienergebnisse zeigen, wie wichtig ein gesunder Lebens­stil zur Vorbeugung von Schlag­anfall ist. Vor allem Rauchen und Über­gewicht lassen das Risiko in die Höhe steigen. Allerdings handelt es sich um eine reine Beo­bach­tungs­studie, die keine ur­säch­lichen Beziehungen nach­weisen kann. Außerdem wurde ein gesun­der Lebens­stil nur anhand von vier Punkten festgemacht, schreiben die Wissen­schaftler im Fach­blatt „British Medical Journal“. Schlag­anfall ist aber eine komplexe Erkran­kung, die von vielen Fak­toren beein­flusst wird. Daher sollen weitere Unter­suchungen folgen, um die Hinter­gründe auf­zu­klären und die Resultate zu unter­mauern.

Zitiert nach einer Meldung des Bundeszentrums für Ernährung vom 28.11.2018