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Aktuelle Meldungen

Neues Vorsorgeprogramm "Hallo Baby"

Das Vorsorge­programm für schwangere Frauen „Hallo Baby“ ist am 01.07.2019 neu gestartet.

60 Betriebskrankenkassen mit rd. 6,5 Millionen Versicher­ten haben gemeinsam mit dem Berufs­­verband der Frauenärzte, dem Berufsverband Deutscher Laborärzte und der AG Vertrags­koor­di­nierung der Kassen­ärztlichen Bundes­vereinigung und der Kassenärztlichen Vereini­gungen Leistungen zur Vermeidung von Frühgeburten und infektionsbedingten Geburts­kompli­kationen vereinbart.

Geburten vor der 37. Schwangerschaftswoche mit einem Geburtsgewicht von weniger als 2.500 Gramm sind ein zentrales Problem in der Geburtshilfe. National und international sind steigende Früh­geburten­raten zu verzeichnen. Dabei können medizinische Risikofaktoren, wie z.B. die bakterielle Vaginose und die Infektion mit Toxoplasmose zu einem Anstieg der Frühgeburtenrate führen.

Frühgeburten sind für die betroffenen Familien mit viel Leid verbunden. Ein Großteil der Frühgeburten ist durch rechtzeitige Intervention vermeidbar. Das frühzeitige Erkennen und die Reduktion dieser Risiko­fak­toren zählt zu den wichtigsten Zielen des Vorsorgeprogramms.

Das für die Versicherten der teilnehmenden Betriebskrankenkassen kostenfreie Programm „Hallo Baby“ besteht aus folgenden Inhalten:

Direkt nach Schwangerschaftsfeststellung wird ein Toxoplas­mosesuchtest durchgeführt. Das entnommene Blut wird auf das Vorliegen von Antikörpern untersucht. Basierend auf den Testergebnissen erfolgt eine Besprechung in der Frauenarztpraxis zu den früh­geburt­lichen Risiken und der Vermeidung von Toxo­plas­mose sowie zu den Spätfolgen bei Erwerb der Toxoplas­mose während der Schwanger­schaft für das Kind bzw. Gespräch zum weiteren Vorgehen und den not­wen­digen Verhaltens­weisen während der Schwanger­schaft.

In der Zeit von der 13. bis zur 20. Schwangerschaftswoche erfolgen eine Untersuchung und eine quali­fizierte mikroskopische Beurteilung eines Abstriches auf bakterielle Scheiden­besiedelung. Im Anschluss wird die Frauen­ärztin beziehungsweise der Frauenarzt das Untersuchungs­ergebnis erläutern, anfallende Fragen beantworten und gegebenen­falls eine Behandlung einleiten. Nur durch ärztliche Schwangeren­vorsorge ist eine Senkung von Mütter- und Säuglingssterblichkeit zu verzeichnen. Das Versorgungs­pro­gramm „ Hallo Baby“ zur Vermeidung von Frühgeburten und infektionsbedingter Geburtskomplikationen ist ein wichtiger Baustein bei dieser generationsübergreifender Vorsorgemaßmaßnahme zum Wohle von Mutter und Kind.

Zwischen der 35. bis 37. Schwangerschaftswoche wird in der Frauenarztpraxis ein anogenitaler Abstrich­test auf Streptokokken-B Bakterien durch­geführt. Bei auffälligem Ergebnis wird in einem ärztlichen Gespräch zu den Risiken und der Vermeidung von mütterlicher und kindlicher Streptokokken B Infektion während der Geburt das weitere Vorgehen für die Entbindung besprochen.  

Ab dem 01.07.2019 können die Versicherten der teilnehmenden Betriebskrankenkassen die besonderen Leistungen des Vertrages „Hallo Baby“ bei teilnehmenden Frauenärzten in den Bezirken von 16 Kassen­ärztlichen Vereinigungen in Anspruch nehmen.

Zitiert nach einer Pressemitteilung des Berufs­­verbandes der Frauenärzte vom 08.07.2019