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KBV-Analyse: Screenings für Schwangere werden stark genutzt

Die in den Mutterschafts-Richtlinien vorgesehenen Screenings der Schwangeren werden umfassend umgesetzt. Konkrete Zahlen dazu im Verlauf über die letzten sechs Jahre hat die KBV jetzt erstmals auf ihrer Internetseite veröffentlicht.

Die Mutterschafts-Richtlinien sehen Tests auf Hepatitis B, Chlamydien, Syphilis, HIV und, seit 2013, auf Schwangerschaftsdiabetes vor. Die Analysen ergaben, dass im Jahr 2015 je nach Test zwischen 84 und 94 Prozent der schwangeren Frauen das Angebot zur Früherkennung der Erkrankungen nutzten. Für die Analysen hat die KBV die Screening-Daten aller gesetzlich versicherten Schwangeren im Zeitraum von 2010 bis 2015 ausgewertet.

Wenig Schwangere mit Infektionen
Durch die rechtzeitige Diagnose und Behandlung der Erkrankungen können negative Folgen für Mütter und Kinder verhindert werden. Insgesamt ist die Anzahl der neu entdeckten Infektionen relativ gering.
So wurde im Erhebungszeitraum bei 9 von 10.000 Schwangeren eine Hepatitis-B-Infektion festgestellt, die bis dahin nicht diagnostiziert war. Der Anteil der infizierten Frauen war über die Jahre gleichbleibend niedrig.

Hohe Raten beim Schwangerschaftsdiabetes
Hohe Raten zeigen sich dagegen beim Schwangerschaftsdiabetes. Diese Diagnose wurde im Jahr 2015 bei etwa 1.420 von 10.000 Schwangeren gestellt. Dagegen sank der Anteil der Schwangeren mit einer Chlamydien-Infektion zwischen 2010 und 2015 kontinuierlich ab und lag zuletzt bei rund 220 von 10.000 Schwangeren. 2010 waren es 270 von 10.000. Sehr selten wird während der Schwangerschaft eine Syphilis-Infektion festgestellt - 2015 trat die Erkrankung bei etwa 4 von 10.000 Schwangeren auf.

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Detaillierte Informationen zur Methodik der Analysen und den Ergebnissen zum Screening in der Mutterschaftsvorsorge

Zitiert nach einer Nachricht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vom 01.02.2018