1. Sprung zur Suche
  2. Sprung zur Servicenavigation
  3. Sprung zur Hauptnavigation
  4. Sprung zum Inhalt
  5. Sprung zum Footer

Aktuelle Meldungen

Herzschwäche: Erhebliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Wer an Herzschwäche leidet, hat ein hohes Sterblichkeitsrisiko. Ab dem 60. Lebensjahr steigt die Erkrankungs­häufig­keit stark an, Frauen sind seltener betroffen als Männer. Das zeigt eine europäische Studie, die auf der DGK-Jahrestagung in Mannheim präsentiert wurde.

Frauen leiden seltener an Herzinsuffizienz als Männer, bei beiden Geschlechtern steigt die Erkrankungs­häufigkeit ab 60 Jahren an und ist mit einer erheblichen Sterblichkeit assoziiert. Geschlechterunterschiede zeigten sich bezüglich einiger Risikofaktoren und Biomarkern, wobei Frauen jeweils ein geringeres Risiko hatten als Männer. Das zeigt eine aktuelle Studie des BiomarCaRE-Konsortiums, die auf der 84. Jahres­tagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim präsentiert wurde. Vom 4. bis 7. April 2018 treffenzu diesem Kongress mehr als 8.500 aktive Teilnehmer zusammen. „Ob Geschlechter-spezifische Präventionsstrategien die Prognose verbessern, muss in weiteren Studien untersucht werden“, so Dr. Christiane Magnussen vom Universitären Herzzentrum Hamburg, Erstautorin der Studie.

Die Studie umfasste die Daten von insgesamt mehr als 78.000 Personen aus vier europäischen Kohorten
-Untersuchungen des BiomarCaRE-Konsortiums, die zum Zeitpunkt der Erstuntersuchung keine Herzinsuffizienz hatten. Analysiert wurde die Geschlechter-spezifische Inzidenz der Herzinsuffizienz und deren Assoziation mit Mortalität, sowie der Zusammenhang von Risikofaktoren und Biomarkern mit Herzschwäche bei Männern und Frauen.

Während eines mittleren Follow-Up von knapp 13 Jahren wurden weniger Fälle von Herzinsuffizienz
bei Frauen (5,9 Prozent) als bei Männern (7,3 Prozent) beobachtet. „Frauen hatten ein weniger aus
geprägtes kardiovaskuläres Risikoprofil als Männer und weniger kardiovaskuläre Erkrankungen. Die
Inzidenz der Herzinsuffizienz stieg in beiden Geschlechtern relevant nach dem 60. Lebensjahr an,
wobei Männer initial einen rascheren Anstieg hatten, den Frauen erst mit über 85 Jahren aufholten“,
so Dr. Magnussen. „Inzidente Herzinsuffizienz war mit einem über 6-fach erhöhten Mortalitätsrisiko
assoziiert.“ Signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern zeigten sich in der Assoziation
von systolischem Blutdruck, Herzfrequenz, CRP und Nt-proBNP, wobei Frauen jeweils im Vergleich
zu Männern ein geringeres Risiko hatten, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln. „Die klassischen kardio­vaskulären Risikofaktoren erklärten in beiden Geschlechtern rund 60 Prozent des Risikos“, erklärt die Expertin.


Quelle: C. Magnussen et al. Sexspecific Epidemiology of Heart Failure Risk and Mortality in Europe: Results from the BiomarCaRE Consortium. Clin Res Cardiol 107, Suppl 1, April 2018

Zitiert nach dem Pressetext DGK 04/2018 vom 07.07.2018

Weitere Informationen zu Herz-Kreislauferkrankungen finden Sie im Frauengesundheitsportal