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Häufige Blasenentzündungen fördern Inkontinenz

Ständiger Harndrang, Schmerzen im Unterleib und ein heftiges Brennen beim Wasser­lassen: Viele Men­schen haben schon einmal mit den unangenehmen Symptomen einer Blasenentzündung Bekannt­schaft gemacht. Mit ein paar Maß­nah­men verschwindet die Infektion meist nach ein paar Tagen wieder. Bei häufig wieder­keh­renden Blasenentzündungen kann sich jedoch eine Drang­inkonti­nenz entwickeln. Vorbeugen ist daher doppelt wichtig. Zahlreiche Tipps dazu enthält die Broschüre „Eine gesunde Blase", angeboten von der Deutschen Senioren­liga.

Blasenentzündungen betreffen vor allem Frauen, insbesondere in der Schwangerschaft und mit Beginn der Wechseljahre. Bei Männern steigt das Risiko im mittleren Lebensalter im Zusammenhang mit einer gut­artigen Prostata­vergrößerung an. Eine Blasenentzündung wird typischerweise durch Darmbakterien aus­ge­löst, die über die Harnröhre eindringen und sich dort vermehren. Die wichtigsten vorbeugenden Maß­nah­men sind eine gute Toiletten- und Sexual­hygiene, das Warmhalten von Füßen und Unterleib sowie aus­reichendes Trinken. Manche Patienten profitieren auch von einer Ansäuerung des Urins mit der Amino­säure L-Methionin zur Hemmung des Bakterienwachstums. Eine Studie mit 140 Frauen mittleren Alters mit wiederkehrenden Blaseninfektionen belegt, wie wichtig reichliches Trinken für die Blasen­gesund­heit ist: Eine Gruppe trank über 12 Monate weniger als 1,5 Liter Wasser am Tag, die andere erhöhte die tägliche Trinkmenge um 1,5 Liter. Das Ergebnis: Bei erhöhter Flüssigkeitszufuhr traten Blaseninfektionen etwa halb so häufig auf und eine antibiotische Behandlung war nur halb so oft notwendig wie in der Vergleichs­gruppe.

In vielen Fällen genügen die geschilderten Maßnahmen nicht nur zur Vorbeugung, sondern auch zur Be­hand­lung einer Blaseninfektion. Lassen die Symptome innerhalb weniger Tage nicht nach, so ist zusätzlich ein Antibiotikum notwendig. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich die Infektion auf die Nieren aus­brei­tet.

Dauernde Reizungen gehen der Blase auf die Nerven
Manche Patienten, insbesondere ältere Frauen, sind besonders anfällig und fangen sich mehrmals im Jahr eine Blasenentzündung ein. Durch die andauernde Reizung der Nervenfasern in der Blase kann es passie­ren, dass der Meldemechanismus zum Gehirn gestört wird. Es kommt zum Harndrang, auch wenn die Blase nur wenig gefüllt ist – sie ist überempfindlich. Man spricht in diesem Fall auch von einer Drang­in­konti­nenz. Sie ist die häufigste Form der Blasenschwäche.

Die Broschüre „Eine gesunde Blase" schildert die Zusammenhänge zwischen Blasenschwäche, Blasen­entzündung sowie Blasensteinen und gibt zahlreiche Tipps zur Vorbeugung und Behandlung. Umfang­reiche Informationen zur Gesundheit von Blase und Prostata enthält außerdem die neu gestaltete Website www.dsl-blasenschwaeche.de. Die Broschüre kann dort heruntergeladen oder kostenlos bei der Deut­schen Seniorenliga e.V. angefordert werden: DSL e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dsl-blasenschwaeche.de.

Quelle: Thomas M. Hooton et al., Effect of Increased Daily Water Intake in Premenopausal Women With Recurrent Urinary Tract Infections - A Randomized Clinical Trial, JAMA Intern Med. Published online October 1, 2018. oi:10.1001/jamainternmed.2018.4204

Zitiert nach einer Pressemitteilung der Deutschen Seniorenliga vom 05.11.2018