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Deutschland schläft getrennt: forsa - Umfrage zu „Schnarchen und Partnerschaft “

Schnarchen belastet Paare in Deutschland mehr, als bisher angenommen. In einer Umfrage des Meinungs­forschungs­instituts forsa, die von der Initiative „Deutsch­land schläft gesund“ in Auftrag gegeben wurde, geben 74 Prozent der Frauen und 61 Pro­zent der Männer an, dass ihr Partner oder ihre Partnerin schnarcht. In zwei Drittel der Fälle werden die Partnerin­­nen oder Partner dadurch in ihrer Nachtruhe ge­stört und bei 13 Prozent der Befragten hat lautes Schnarchen zu getrennten Schlaf­zimmern geführt.

„Schnarchen ist eine Doppelbelastung“, sagt Prof. Dr. Helmut Teschler, ehemaliger Ärztlicher Direktor der Ruhrlandklinik und des Westdeutschen Lungenzentrums der Universitätsmedizin Essen und Vorsitzender der Initiative „Deutschland schläft gesund“ (DSG). „Sowohl der Schnarchende als auch die Partnerin oder der Partner sind betroffen.“ Obwohl viele Menschen von ihrer schnarchenden Partnerin oder ihrem schnar­chenden Partner gestört werden, dringen die wenigsten darauf, deswegen ärztliche Hilfe auf­zu­suchen. Lediglich fünf Prozent haben ihre Partnerin oder ihren Partner darum gebeten.

Dabei könne regelmäßiges Schnarchen ein Zeichen für schwer­wie­gen­dere Krank­heiten sein, warnt DSG-Vorsitzender Teschler: „Bei vielen Schnarchen­den kommt es zusätzlich zu Atempausen, die länger als zehn Sekun­den dauern und mit Schlaf­unter­brechungen ein­her­gehen können. Dann spricht man von Schlaf­apnoe und das muss unbedingt ärztlich behandelt werden.“ Wer regelmäßig unter Schlaf­pro­blemen, ins­besondere unter Schnarchen, leidet, sollte sich also unter­suchen lassen und nicht etwa denken, Schnar­chen sei schicksal­haft und sowieso nichts daran zu ändern. Unbehandelte Schlafapnoe beein­trächtigt die Lebensqualität und geht oft einher mit ernsten Begleit- und Folge­erkran­kungen wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen­erkran­kungen wie Chronischer Bronchitis, COPD, asthma­tischen Beschwerden oder chronischem Husten. Schlaganfälle, schlecht kontrollierter Diabetes und Depressionen stehen ebenfalls damit im Zusammenhang.

Die aktuelle Umfrage zum Thema „Schnarchen und Partnerschaft“ zeigt eine erstaun­liche Kreativität im Umgang mit schnarchenden Partnerinnen und Partnern. Von Anstoßen (45 Prozent der Betroffenen), Umdrehen (21 Prozent der Betroffenen) und Aufwecken (11 Prozent der Betroffenen) bis hin zu getren­nten Schlafzimmern (13 Prozent der Betroffenen). Aber sehr wenige erkennen, dass ärztliche Hilfe ange­bracht und erfolgsversprechend sein kann (5 Prozent der Betroffenen).

Schnarchen betrifft viele und kann auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen. Dies nimmt die Initiative „Deutschland schläft gesund“ zum Anlass für einen Themenfokus „Schnarchen: Ursachen, Folgen, Abhilfe“ auf der Initiativen-Website deutschland-schlaeft-gesund.de mit vielen Infos, Tipps und Neuigkeiten rund um das Thema „Schnarchen“.

Zur gesamten Pressemitteilung

Zitiert nach einer Pressemitteilung von "Deutsch­land schläft gesund" einer Initiative der Deutschen Stiftung Schlaf vom 28.11.2018

Weitere Informationen zu einem gesunden Schlaf finden Sie im Frauengesundheitsportal