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Darmkrebs: Omega-3-Fettsäure-­haltige Nachrungsmittel senken Sterblichkeit

Der Verzehr von Fisch und die damit verbundene Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren könnte die Sterblichkeit von Darmkrebspatienten senken. Zu diesem Schluss kommen Forscher, die zwei Langzeitstudien mit mehr 1.600 Patienten ausgewertet haben. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Gut (doi:10.1136/gutjnl-2016-311990) publiziert.

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren das Tumorwachstum unterdrücken, die Blutversorgung bremsen und das Risiko für Darmkrebs reduzieren können. Neu hingegen ist die Erkenntniss, dass sich der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren vor aber auch nach der Diagnose positiv auf das Sterberisiko auswirkt.

Diejenigen, die täglich mindestens 0,3 Gramm Omega-3-Fettsäuren nach der Krebsdiagnose zu sich nahmen hatten ein um 41 % geringeres Darmkrebs-Sterberisiko als jene, die weniger als 0,1 Gramm konsumierten. Dazu zählte die im Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren (Polyunsaturated fatty acids, PUFAs), Eicosapentaensäure (EPA), Docosahexaensäure (DHA) und Clupanodonsäure, aber auch Fischölergänzungsmittel.

Am größten war die Evidenz der lebensverlängernden Auswirkung der ungesättigten Fettsäuren bei großen Probanden mit einem Body Mass Index unter 25 und jenen, die nicht regelmäßig Aspirin einnahmen. Aber auch, wer erst nach der Diagnose mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich nahmen profitierte: Mindestens 0,15 Gramm mehr pro Tag verbesserten die Überlebenschancen um 70 %. Der Verzehr der ungesättigten fettsäuren wirkte sich aber nicht nachweisleich auf die Gesamtsterblichkeit der Teilnehmer.

Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, können die Forscher über die Ursachen nur Vermutungen aufstellen. Teilnehmer, die einen höheren Verzehr von Omega-3-Fettsäuren angaben, waren gleichzeitig auch körperlich aktiver, nahmen eher Vitamine, Ballaststoffe und Vitamin D zu sich und tranken häufiger Alkohol.

Ein Abstract der (englischsprachigen) Studie kann nachgelesen werden unter:
gut.bmj.com/content/early/2016/07/01/gutjnl-2016-311990.abstract

Zitiert nach einem Artikel des Deutschen Ärzteblatts vom 20.07.2016.