Seelische Störungen
Stabile Gesundheit und chronische Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung im 10-Jahres-Verlauf
Details
| AutorIn | Lieberz Klaus u.a. |
| Verlag | Springer-Verlag |
| In | Der Nervenarzt, Nr. 69, 1998, S. 769-775 |
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Kurzbeschreibung
Dieser Artikel aus der Zeitschrift "Der Nervenarzt" gibt einen Überblick über die Ergebnisse der Mannheimer Kohortenstudie zur Epidemiologie psychischer Erkrankungen. Um Aussagen zum Verlauf treffen zu können wurde 3 Jahre später eine erneute Befragung mit denselben 300 Probanden durchgeführt. Zudem erfolgten in einer dritten Welle zwei weitere Erhebungen zur Risikopopulation, d.h. Probanden mit einer mittelschweren psychischen Beeinträchtigung. In den ersten beiden Studien wurden Extremgruppen identifiziert, so dass ein Vergleich der seelisch Gesunden und der chronifiziert Kranken möglich wurde. Der Schwerpunkt liegt auf der Auswertung dieser beiden Extremgruppen. Insgesamt sind 12.7% der Mannheimer Interviewten den Gesunden zuzurechnen. In der Studie standen in der Gruppe der Gesunden 71% der Männer 29% der Frauen gegenüber. Als über 10 Jahre chronisch psychisch krank wurden 23,8% der Männer und 71,2% der Frauen eingeordnet. Insgesamt sind Frauen in der Gruppe chronisch Kranker deutlich überrepräsentiert. Kritische Lebensereignisse, Angaben zur Persönlichkeit und zur Kindheitsentwicklung fließen ebenso in die Auswertung mit ein wie die Diagnosestellung nach ICD-9. Der höhere Frauenanteil unter den chronisch Kranken konnte auch in anderen Studien belegt werden.
(letzte Aktualisierung am: 12.10.2010)