Reformbedarf in der psychotherapeutischen Versorgung von Migranten
BPtK-Standpunkt vom 14. Juni 2010

Details

HerausgeberInBundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
Erscheinungsjahr2010
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Kurzbeschrei­bung

"In Deutschland leben knapp sieben Millionen Menschen mit einem ausländischen Pass. Über 15 Millionen Menschen haben mindestens ein Elternteil, das nach Deutschland immigriert ist. Migration ist für viele Menschen mit kritischen Lebensereignissen und Belastungen verbunden, die das Risiko für eine psychische Erkrankung erhöhen. Dazu gehören insbesondere Identitätskrisen, verstärkte Familien- bzw. Generationenkonflikte, längere Trennungen von den Eltern, traumatische Erlebnisse auf der Flucht, prekäre Arbeits- und Wohnsituationen, wenige Sozialkontakte, unsicherer Aufenthaltsstatus und Diskriminierung durch die einheimische Bevölkerung. Nach einer Auswertung des Bundesgesundheitssurveys erkrankten Migranten um 20 Prozent häufiger als Einheimische während ihres Lebens an einer psychischen Störung, insbesondere an Depressionen und somatoformen Störungen. Migranten mit psychischen Erkrankungen nehmen bisher allerdings kaum ambulante Psychotherapie in Anspruch. Ein Grund dafür ist, dass kaum muttersprachliche Psychotherapeuten vorhanden sind. Psychotherapie ist im Vergleich zur körperlichen Medizin in besonderer Weise auf die gelungene sprachliche Verständigung zwischen Patient und Psychotherapeut angewiesen." (Webseite der BPtK)

(letzte Aktualisierung am: 18.10.2011)

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