Was ist Osteoporose?
Der Begriff Osteoporose (im Volksmund: Knochenschwund) beschreibt eine krankhaft erhöhte Knochenbrüchigkeit, die meist bei älteren Menschen auftritt. Zahlreiche chronische Erkrankungen, auch Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen, können Osteoporose auslösen.
Bei der Osteoporose ist die Knochenmasse vermindert, die Anzahl der Knochenbälkchen im Knocheninnern vermindert und die Knochenqualität verringert. Außerdem ist der natürliche Auf- und Abbauprozess der Knochensubstanz gestört - es wird mehr Knochen abgebaut als wieder erneuert. Dadurch wächst die Gefahr, dass ein Knochen auch bei einer geringen Belastung bricht, zum Beispiel bei Heben von Lasten oder einem Sturz.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört die Osteoporose heute zu den wichtigsten chronischen Erkrankungen. Da die Menschen immer älter werden, kann man davon ausgehen, dass diese Erkrankung weiter an Bedeutung zunehmen wird. Insbesondere Frauen nach den Wechseljahren sind besonders gefährdet, an Osteoporose zu erkranken. Etwa 30 Prozent der Frauen nach Eintritt der Menopause, die einen Knochenbruch erleiden, haben eine deutlich erniedrigte Knochendichte.
Wie äußert sich Osteoporose?
Bei der Osteoporose nimmt der Mineralgehalt im Knochen ab: Der Knochen wird brüchig. Dieser Prozess verläuft anfänglich unbemerkt und verursacht keine Beschwerden. Ist die Osteoporose weiter fortgeschritten, können anhaltende Schmerzen, insbesondere Rückenschmerzen, auftreten. Wiederholte Knochenbrüche führen zu Knochenverformungen und Bewegungseinschränkungen, die sich ihrerseits negativ auf die Lebensqualität auswirken können.
Wie wird Osteoporose festgestellt?
Mithilfe einer Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) kann eine erste Einschätzung zum Risiko für einen Knochenbruch erfolgen, aber für die Diagnose Osteoporose ist eine ausführliche ärztliche Untersuchung und Befragung nötig. Bei Osteoporose ist der Mineralgehalt verringert. Besteht der Verdacht auf einen Osteoporose-bedingten Wirbelbruch, kann ein Röntgenbild Aufschluss geben.
Wie lässt sich Osteoporose behandeln?
Die Knochen von Frauen mit Osteoporose können schneller brechen. Daher zielt die Behandlung von Osteoporose insbesondere darauf ab, Knochenbrüche und daraus möglicherweise folgende Bewegungseinschränkungen zu vermeiden. Hierbei helfen:
Bei einem Knochenbruch helfen eine konsequente Schmerztherapie sowie Rehabilitationsmaßnahmen wie Physiotherapie, um schnell wieder die volle Beweglichkeit zu erreichen und so Folgeschäden vorzubeugen.
Wie verläuft Osteoporose?
Die Osteoporose ist eine chronische Erkrankung, die letztendlich nicht heilbar ist. Wird der Knochenschwund frühzeitig entdeckt, lässt er sich jedoch gut behandeln. Auch eine weit fortgeschrittene Osteoporose ist therapierbar. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen lassen sich mit Medikamenten und Rehabilitationsmaßnahmen lindern, die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Brüche auftreten kann vermindert werden. Selbsthilfegruppen können bei der Ernährungsumstellung und der Erstellung eines Bewegungsprogramms helfen.
Wie können Sie Osteoporose vorbeugen?
Eine gesunde Lebensführung ist der Schlüssel für jede Vorbeugung. Bei der Osteoporose spielt die Ernährung, insbesondere die ausreichende Versorgung mit dem wichtigen Knochenbaustoff Kalzium und dem Vitamin D, eine große Rolle. Milch und Milchprodukte sind besonders reich an Kalzium. Das Vitamin D bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht selbst.
Neben einer gesunden Ernährung ist auch eine regelmäßige Bewegung wichtig, um Osteoporose vorzubeugen. Es ist dabei nicht nötig, sportliche Höchstleistungen zu vollbringen. Mindestens dreimal wöchentlich eine halbe Stunde zügig Spazierengehen ist bereits gut für die Knochen.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) als Interessenvertretung der älteren Menschen in Deutschland führt eine Befragung zur „alternsfreundlichen“ Gestaltung unserer Städte durch. Die Befragung wendet sich vor allem an ältere Menschen, gemäß der Devise: Seniorinnen und Senioren sind die besten Experten in eigener Sache.
Die Internetseite des aid-Informationsdienstes gibt praktische Tipps und altersbezogene Hinweise für ein "knochengesundes Leben".
Die Internetseite des Deutschen Sportbundes gibt Hinweise zur Vermeidung von Überbelastungen und zeigt gelenkschonende Bewegungen. Aber auch Trainingstipps und Bewegungsmöglichkeiten für Hochaltrige.
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