Listening to African Voices
Female Genital Mutilation/Cutting among Immigrants in Hamburg: Knowledge, Attitudes and Practice
Weibliche Genitalverstümmelung unter Immigranten/innen in Hamburg: Wissen, Haltungen und Praxis

Details

AutorInBehrendt, Alice
HerausgeberInPlan International Deutschland e.V.
Erscheinungsjahr2011
InternetDownload als Pdf

Kurzbeschrei­bung

Eine Kurzfassung in deutscher Sprache steht online zur Verfügung unter: Plan Studie zur Genitalverstümmelung in Hamburg

Unter der Schirmherrschaft der Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz führte Plan Deutschland e.V. diese Studie durch, in der rd. 1.700 Afrikaner/innen aus Hamburg zur Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung befragt wurden.
Offiziellen Angaben zufolge leben in Hamburg rund 11.300 Migranten aus Ländern südlich der Sahara, davon stammen ca. 40% aus praktizierenden Ethnien. Der Umfrage zufolge sind mindestens 30% der in Hamburg lebenden Frauen aus betroffenen Ländern beschnitten, wobei die Beschneidung erfolgte, bevor die Frauen nach Deutschland immigrierten. Die meisten der Befragten lehnen eine Fortführung der Genitalverstümmelung ab. 81% sprechen sich deutlich gegen jegliche Art der Beschneidung aus, 3% plädieren für ihre Fortführung, 16% beziehen keine klare Stellung.
Den Aussagen der Befragten zufolge werden Mädchen in Hamburg nicht beschnitten. Dennoch bestehen Risiken: Am stärksten bedroht sind Töchter aus praktizierenden Familien, die nicht mit ihren Eltern in Deutschland, sondern bei Verwandten in Afrika leben. Die Wahrscheinlichkeit, dass Mädchen beschnitten werden, die in der Bundesrepublik geboren wurden und mit ihren Eltern in Hamburg leben, ist gering. Am meisten geschützt sind jene Mädchen, bei denen mindestens ein Elternteil aus einer nicht-praktizierenden Gruppe kommt und die Tradition der Beschneidung ablehnt. Weniger gefährdet sind auch Mädchen, die in gut integrierten Familien mit hohem Bildungsstand leben. (Zitiert nach der Webseite von Plan Deutschland)

(letzte Aktualisierung am: 21.09.2011)

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