Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit
Expertise des Robert Koch-Instituts zum 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung
Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes
Details
| AutorIn | Lampert, Thomas u.a. |
| HerausgeberIn | Robert-Koch-Institut |
| Erscheinungsjahr | 2005 |
| Internet | Download |
Kurzbeschreibung
"Ein Schwerpunkt der Expertise ist die Darstellung von Zusammenhängen zwischen der Gesundheit und anderen zentralen Bereichen der Lebenslage, vor allem Einkommen (Kapitel 3), Bildung (Kapitel 4) und Arbeit (Kapitel 5), wobei diese sowohl unter dem Belastungs- als auch dem Ressourcenaspekt diskutiert werden. Armut wird als verminderte Teilhabe und Unterversorgung in diesen Lebensbereichen verstanden und unter Berücksichtigung der bislang vorgeschlagenen Indikatoren und Schwellenwerte abgebildet. (...)
Ein zweiter Schwerpunkt der Expertise betrifft Bevölkerungsgruppen, deren Lebenslage durch spezifische gesundheitliche Belastungen und Risiken gekennzeichnet ist – oftmals weil Nachteile in den Bereichen Einkommen, Bildung und Arbeit zusammentreffen. Explizit eingegangen wird auf die gesundheitliche Situation von Arbeitslosen (Kapitel 6), allein Erziehenden, insbesondere allein erziehenden Frauen (Kapitel 7), sowie Migrantinnen und Migranten (Kapitel 10). Darüber hinaus werden die gesundheitlichen Konsequenzen des Aufwachsens in Armut und sozialer Benachteiligung thematisiert, unter Berücksichtigung altersspezifischer Entwicklungsaufgaben im Kindes- und Jugendalter (Kapitel 8). Eingegangen wird außerdem auf die soziale und gesundheitliche Lage älterer Menschen (Kapitel 9), die, ebenso wie Kinder und Jugendliche, in Studien und Berichten zur gesundheitlichen Chancenungleichheit bislang oftmals vernachlässigt wurden.
Die unterschiedlichen Lebensbedingungen und Gesundheitschancen von Männern und Frauen werden in der Expertise als Querschnittsthema behandelt. Angestrebt wird eine geschlechtersensible Betrachtung, die einerseits durch Vergleiche zwischen Männern und Frauen bei allen für beide Geschlechter relevanten Problem- und Fragestellungen gekennzeichnet ist, andererseits aber auch männer- und frauenspezifische Themen in den Mittelpunkt der Diskussion rückt. (...)
Die Expertise wurde auf breiter Daten- und Informationsgrundlage erstellt" (siehe Kapitel 2: Datengrundlagen). (Zitat: Einleitung der Expertise)
Sie kann auf der Webseite des RKI auch kostenfrei bestellt werden.
(letzte Aktualisierung am: 05.01.2012)