Herztod in Nürnberg. Kleinräumige Anlayse zur Erklärung der Myokardsterblichkeit
Details
| HerausgeberIn | Gesundheitsamt Nürnberg |
| Erscheinungsjahr | 2004 |
| In | Schriftenreihe zur Gesundheitsförderung |
| Internet | Text |
Kurzbeschreibung
"Um die seit langem bekannte und auch in einem Städtevergleich des Gesundheitsamtes aus dem Jahr 1996 bestätigte hohe vorzeitige Sterblichkeit an einem akuten Herzinfarkt in Nürnberg zu vermindern, wurde ein Aktionsprogramm unter dem Motto "Stop dem Herztod" initiiert. Dieses sollte zum einen durch geeignete Maßnahmen zu einer Verminderung dieser Sterblichkeit beitragen. Zum anderen war es das Anliegen des Aktionsbündnisses, Aufschluß über mögliche Ursachen - Erstversorgung nach einem Herzinfarkt, Lebensstil der Einwohner, damit eng verknüpft die Sozialstruktur und nicht zuletzt die Datenerhebung und -aufbereitung - zu erlangen. Der Tatbestand der hohen Infarktsterblichkeit wurde bereits aus versorgungsmedizinischer Sicht untersucht: In Kooperation mit dem KORA-Projekt (=Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg) wurde eine Zusatzerhebung zu den näheren Umständen des Todes aller in Nürnberger wohnhaften, an einem akuten Herzinfarkt vorzeitig (zwischen 25 und 74 Jahren) und zwischen März 2000 und Februar 2002 Verstorbenen durchgeführt. Datenbasis waren die dem Gesundheitsamt vorliegenden Todesbescheinigungen sowie eine schriftliche Befragung der leichenschauenden und zuletzt behandelnden ÄrztInnen.
Der vorliegende Bericht ist die Kurzfassung einer Diplomarbeit, die diese Daten aus medizinsoziologischer Sicht untersucht hat. Da es bevölkerungsbezogene Daten zur Inzidenz des Herzinfarktes weder flächendeckend für Bayern noch für die Stadt Nürnberg gibt, wurde hierzu ein "induktiver Weg" beschritten, der versucht, aus den für Nürnberg verfügbaren Mortalitätsdaten Aufschluß über sozialstrukturelle Risiken für einen Infarkt zu erlangen. Hierzu werden die für das Stadtgebiet vorliegenden Daten zusammengeführt mit den Daten einer kleinräumigen sozialräumlichen Analyse." (zit. nach der Webseite des Gesundheitsamtes Nürnberg)
(letzte Aktualisierung am: 15.06.2011)