Gesundheit von Frauen und Männern im mittleren Lebensalter
Schwerpunktbericht der Gesundheitsberichterstattung des Bundes

Details

AutorInLademann, Julia/Kolip, Petra
HerausgeberInRobert Koch-Institut/Statistisches Bundesamt
Erscheinungsjahr2005
ErscheinungsortBerlin
InternetDownload Bericht

Kurzbeschrei­bung

"Zahlreiche Geschlechtsunterschiede sind für die Planung geschlechtergerechter Versorgungsangebote im mittleren Lebensalter relevant. Im Alter zwischen 30 und 65 Jahren ist die Sterblichkeit bei Männern doppelt so hoch wie bei Frauen, was vor allem auf Herzkreislauferkrankungen sowie Unfälle und Suizide zurückzuführen ist. Frauen geben dagegen eine schlechtere körperliche und psychische Befindlichkeit an. Dies zeigt sich unter anderem in einem erhöhten Medikamentenkonsum: So nimmt nahezu drei Viertel aller Frauen im Alter zwischen 45 und 65 Jahren täglich Medikamente ein, bei den Männern ist es etwa die Hälfte. Für den Alkoholkonsum lässt sich festhalten, dass fast ein Drittel aller Männer im mittleren Lebensalter Alkohol in gesundheitsriskantem Ausmaß konsumiert, während der Anteil bei den Frauen etwa halb so groß ist.
Der Tabakkonsum, ein weiteres Merkmal gesundheitsriskanten Verhaltens, ist bei Männern in den letzten 20 Jahren leicht gesunken, bei Frauen dagegen angestiegen. Das Alter bei Rauchbeginn liegt mittlerweile bei Jungen und Mädchen gleichermaßen bei durchschnittlich rund 15 Jahren und weist auf die Wandlung des gesellschaftlichen Frauenbilds beim Rauchen hin. Die Ursachen für die Geschlechterunterschiede in Gesundheit und Krankheit liegen in erster Linie in den unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Der Bericht ergänzt daher den geschlechtervergleichenden Blick auf
Daten zu Gesundheit und Krankheit um eine Differenzierung hinsichtlich Familienstand, Erwerbs- und Familienarbeit." (Zitat: Zusammenfassung des Berichts)

Der Schwerpunktbericht geht ein auf die gesundheitliche Lage, auf gesundheitsbeeinflussende Lebensweisen und Lebenslagen (u.a. Tabak-, Alkohol- und Medikamentenkonsum, Ernährungsverhalten), auf bedeutende Gesundheitsprobleme (u.a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Erkrankungen, Gewalterfahrungen) und auf die Inanspruchnahme gesundheitlicher Versorgung. In Kapitel 8 - Erklärungsansätze - wird u.a. die Medikalisierung am Beispiel der Hormontherapie in den Wechseljahren bei Frauen und dem PSA-Test bei Männern erörtert. Abschließend wird auf die geschlechtsspezifischen Perspektiven für die gesundheitliche Versorgung und Prävention eingegangen.

Der Bericht kann auch beim Robert Koch-Institut kostenfrei bestellt werden: GBE Themenhefte und Schwerpunktberichte

(letzte Aktualisierung am: 05.01.2012)

Seitenbeginn

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung / Ostmerheimer Str. 220 / 51109 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
E-Mail: poststelle@bzga.de / E-Mail für Bestellungen von Medien und Materialien: order@bzga.de

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.