Gewalt

Sexuelle Gewalt

Das Bundes­ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat ein bundesweites Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" eingerichtet. Das rund-um-die-Uhr-Beratung­sangebot bietet Betroffenen erstmals die Möglichkeit, sich bundes­weit zu jeder Zeit anonym, kompetent, sicher und barrierefrei beraten zu lassen. Hier finden Sie den Flyer in leichter Sprache.

Gewalt und Gesundheit ist Themenschwerpunkt in der Januar-Ausgabe des Bund­es­ge­sundheitsblatts. Vier Bei­träge erläutern Prä­va­lenzen, Gewaltformen und -folgen, darunter ein Bei­trag aus dem Robert Koch-Institut zum Thema "Psychische und körperliche Gewalterfahrungen in den vergangenen 12 Mon­aten in der All­ge­mein­be­völkerung". Vier Bei­träge befassen sich mit Gewalt im Kindesalter, bei fünf Beiträgen stehen bestimmte Gruppen von Erwachsenen im Fokus.

S.I.G.N.A.L. e.V. legt die deutschsprachige Fassung des WHO-Handbuchs "Gesund­heitliche Versor­gung von Frauen, die Gewalt in der Paar­bezie­hung oder sexuelle Gewalt erfahren" vor. Das Hand­buch richtet sich an Mitar­beiter/innen in der Gesund­heitsversorgung und soll helfen, von Gewalt betrof­fene Frauen ange­mes­sen zu versorgen. Beschrieben sind alle für die Erstver­sor­gung und die weitere Unter­stützung wich­tigen Schritte. Das Buch gibt es als kosten­losen Download oder es kann kostenfrei bestellt werden.

Am 15. September 2015 start­ete das EU-weite Projekt United to END FGM: "Euro­pean Knowledge Platform for Professionals dealing with Fe­male Genital Mutilation (FGM)“. Ziel des Projektes ist die Erstellung einer mehr­sprach­igen Online-Wis­sens­platt­form über weibliche Gen­i­tal­ver­stüm­melung, die sich haupt­säch­lich an ver­schied­ene Berufsgruppen richten soll, die mit be­trof­fen­en und gefährdeten Mädchen und Frau­en intensiv Kontakt ha­ben. Teil der Wis­sens­platt­form soll auch ein e-learning Kurs für relevante Be­rufs­grup­pen sein, der mit einem Zer­ti­fi­kat ab­ge­schlos­sen werden kann.

Gewalterfahrungen wirken sich negativ auf die Gesund­heit aus. Sie gelten dabei nicht nur als hoher Risiko­faktor für somatische und psychische Erkran­kungen. Das Modellprojekt ‘Gender Gewaltkonzept’ will  einen Beitrag zu einer verbes­ser­ten Erfassung und Versorgung von Patien­tinnen und Patienten nach Gewalterfahrungen leisten. Die abschließenden Ergeb­nisse liegen seit Juni 2015 vor.

Studierende sind nicht aus­reich­end vor sex­uel­ler Be­läst­i­gung ge­schützt. Zu dies­em Schluss kommt eine Rechts­ex­pert­i­se im Auf­trag der Anti­dis­krim­i­nier­ungs­stel­le des Bund­es. Einer EU-­weit­en Stu­die zu­folg­e ist be­reits mehr als jede zweit­e Stu­dent­in in Deut­schland (54,7 Pro­zent) währ­end der Zeit des Stu­di­ums sex­uell be­läst­igt worden. Ein Drit­tel der Über­grif­fe kam aus dem Um­feld der Hoch­schul­e.

Das BMFSFJ hat gemeinsam mit dem BMJV die aktualisierte Broschüre "Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt" ver­öf­fentl­icht. Welchen Rechtsschutz haben Opfer von häuslicher Gewalt? Was regelt das Ge­walt­schutz­ge­setz? Was ist, wenn Kinder betroffen sind? Zu diesen und weiteren Fragen gibt diese Broschüre um­fas­send Auskunft. Die englische sowie türkische Übersetzung der Broschüre kann auf der Internetseite des BMJV kostenfrei heruntergeladen werden.

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