Female genital mutilation and obstetric outcome: WHO collaborative prospective study in six African countries
Weibliche Genitalverstümmelung und deren Folgen bei der Geburtshilfe

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AutorInWHO study group on female genital mutilation and obstetric outcome
Erscheinungsjahr2006
InLancet 2006; 367: 1835–41
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Kurzbeschrei­bung

"In der aktuellen Studie analysierte die Studiengruppe ’Weibliche Genitalverstümmelung und deren Folgen bei der Geburtshilfe’ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Daten von 28.373 Frauen, die zwischen November 2001 und März 2003 in einem von 28 Geburtshilfezentren in Burkina Faso, Ghana, Kenia, Nigeria, Senegal oder dem Sudan ein Kind geboren hatten. Die Forscher untersuchten die Frauen vor der Geburt auf das Vorhandensein und das Ausmaß von FGM. Nach der Geburt wurden die Frauen bis zu ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus überwacht. Das Team fand heraus, dass Frauen mit FGM häufiger ihr Kind in der perinatalen Phase (direkt vor und nach der Geburt) verloren als unbeschnittene Frauen. Die Forscher erkannten ebenfalls, dass FGM ein bis zwei zusätzliche perinatale Todesfälle pro hundert Geburten verursachte, zusätzlich zu einem Hintergrundsrisiko von vier bis sechs perinatalen Todesfällen auf hundert Geburten. Frauen mit FGM zeigten häufiger Komplikationen durch Kaiserschnitt, schwere Blutungen, chirurgische Eingriffe zur Erweiterung der Vagina und verlängerte Krankenhausaufenthalte. Das höhere Risiko blieb auch bestehen, wenn die Forscher Störfaktoren wie das Alter der Mutter, den Bildungsstand der Mutter, den sozioökonomischen Status und die vorgeburtlichen Untersuchungen berücksichtigten. Die Risiken stiegen auch mit dem Ausmaß der FGM an, berichten die Autoren.
Die Autoren erklären: 'Es handelt sich hier um eine Kollaborationsstudie, die in Afrika mit afrikanischen Forschern durchgeführt wurde und für die Gegenden, in denen FGM praktiziert wird, sehr wichtige Daten aufzeigt. Die Studie zeigt ganz klar die schädlichen Einflüsse der FGM auf die Reproduktion, sowohl auf Seite der Frauen als auch ihrer Kinder.'" (Zitat: Newsletter der Deutschen Liga für das Kind)

(letzte Aktualisierung am: 20.09.2011)

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