Ärztliche Dokumentation der Folgen häuslicher Gewalt, Sichtweisen der Gesundheitsversorgung - eine Evaluationsstudie in Hessen.
Forschungsberichte des gFFZ

Details

AutorInBlättner, Beate; Krüger, Kerstin; Grewe, Annette
Erscheinungsjahr2009
ErscheinungsortFrankfurt a.M.

Kurzbeschrei­bung

Dieser Forschungsbericht stellt die Ergebnisse des Projektes A.U.S.W.E.G. Ärztliche Dokumentation häuslicher Gewalt und Sensibilisierung der Gesundheitsversorgung - wissenschaftliche Evaluierung in der Gewaltprävention dar, das von 2007-2008 an der Hochschule Fulda mit Förderung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst durchgeführt wurde.
Der Bericht kann kostenpflichtig bestellt werden bei: gffz

"Ziel des Projektes A.U.S.W.E.G. war, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, inwieweit und unter welchen Bedingungen der hessische Dokumentationsbogen bei häuslicher Gewalt in der Gesundheitsversorgung angenommen wurde (...) und seine Ziele erreicht. Dazu wurden die Implementierungsstrategien des Handlungsleitfadens analysiert, die Einstellungen von Ärztinnen und Ärzten zu den Möglichkeiten des Gesundheitsschutzes und der gerichtsverwertbaren Dokumentation bei häuslicher Gewalt gegenüber Frauen erfragt und Hypothesen dazu entwickelt, ob und unter welchen Bedingungen Pflegekräfte in Deutschland wesentliche Aufgabenstellungen bei der Befundung und Dokumentation der Folgen häuslicher Gewalt gegenüber Frauen übernehmen könnten.
Es zeigte sich zunächst, dass (...) eine umfassende Implementierung des hessischen Dokumentationsbogens nicht gelungen ist. Handlungsleitfaden und Dokumentationsbogen (...) entsprechen aber in ihrem Aufbau sowie in den Distributions- und Implementierungsstrategien noch nicht hinreichend der Logik der Gesundheitsversorgung. Die entwickelten Materialen enthalten wichtige Fragestellungen, aber nicht umfassend die für Leitlinien ärztlichen Handelns relevanten Fragestellungen der Anamnese, Befunddokumentation, Behandlung und Sekundärprävention. Die Implementierung erfolgte bisher überwiegend über Öffentlichkeitsarbeit und Schulung, weder systematisch, noch verbindlich."

Weitere Informationen zum Projekt: AUSWEG

(letzte Aktualisierung am: 31.01.2012)

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