Gewalt
Junge Frau macht mit der Hand Stopp-Zeichen

Gewalt

Gewalt wirkt sich unmittelbar auf die seelische und körperliche Gesundheit aus. Häufig zeigen sich die gesundheitlichen Folgen von Gewalt jedoch erst langfristig. Heute wird Gewalt gegen Frauen als öffentliches Problem wahrgenommen.

Das Frauengesundheitsportal bietet Ihnen aktuelle Meldungen und Veranstaltungstipps zum Thema Gewalt sowie Hinweise zu ausge­wählten Materialien.



Meldungen zum Thema

23.08.2016

Ermutigen, schützen, zuhören – damit Gewalt gegen Frauen mit Behinderungen keine Chance hat

Gastbeitrag: Martina Puschke schreibt über Gewaltprävention in der Arbeit mit behinderten Frauen

Martina Puschke ist Projektleiterin im Verein Weibernetz e. V., dem Bundesnetzwerk von Frauen, Lesben und Mädchen mit Beein­trächtigung. Sie sitzt als Expertin im Beirat des Hilfe­telefons "Gewalt gegen Frauen". Im Gastbeitrag erklärt die Diplom-Pädagogin, wie Frauen mit Behinderungen vor Gewalt geschützt werden können. mehr

19.08.2016

Vorsicht vor K.-o.-Tropfen

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Im Spätsommer finden viele Weinfeste oder andere Feiern unter freiem Himmel statt. Deren entspannte Atmosphäre nutzen immer wieder Kriminelle aus, um K.-o.-Tropfen in Getränke zu mischen und die Opfer beispielsweise sexuell zu missbrauchen. mehr

19.08.2016

Schutz von Kindern mit Behinderung vor sexualisierter Gewalt

Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, hat am 19. August in Hannover am Fachaustausch "Beraten und Stärken - Schutz von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung vor sexualisierter Gewalt - Eine Herausforderung an die Praxis" teilgenommen. mehr

03.08.2016

Umfrage unter Frauen und Männern, die von sexuellem Missbrauch betroffen sind

Im Rahmen der Arbeit der Unab­hängigen Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs führt das Sozial­wissenschaftliches Frauen­ForschungsInstitut Freiburg eine Umfrage unter Frauen und Männern, die von sexuellem Missbrauch betroffenen sind, durch. Von Interesse ist, welche Erwartungen Betroffene an die Aufarbeitungskommission und an Aufarbeitung generell haben. mehr

02.08.2016

Wenn Frauen mit Behinderung Gewalt erfahren

Wie Fachkräfte Frauen stärken und Gewalt vorbeugen können

Gewalt gegen Frauen mit Behin­derun­gen findet im häuslichen Bereich statt, am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit, aber auch in betreuten Einrichtungen. Insbesondere Fachkräfte und Unterstützende können als wichtige Vertrauens- und Bezugspersonen dazu beitragen, Gewalt gegen Frauen mit Behinderungen im Vorfeld zu verhindern. Die bundesweite Interessen­vertretung behinderter Frauen Weibernetz e. V. hat hierfür eine Checklist zum Umgang mit (sexua­lisierter) Gewalt in der Behindertenpflege entwickelt. mehr

13.07.2016

Gesetz gegen Stalking

Schutz von Opfern wird verbessert

Opfer von Stalking sind in Zukunft besser geschützt. Die Reaktion des Opfers spielt zukünftig für die Straf­barkeit keine Rolle mehr. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Bundes­kabinett nun beschlossen hat. mehr

07.07.2016

Vom Bundestag beschlossen

Mehr Schutz vor sexueller Gewalt

Der Bundestag hat über ein verschärftes Sexualstrafrecht entschieden. Mit dem Gesetz zur Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung sollen Strafbarkeitslücken geschlossen werden. Dabei geht es besonders um sexuelle Nötigung und Vergewaltigung. mehr

22.06.2016

Bundesfamilien­ministerium unterstützt Folteropferzentren

Zusätzliche Mittel zur Behandlung traumatisierter Flüchtlinge

Flüchtlinge, die Folter, Vergewaltigung oder sonstige schwere Formen psy­chi­scher, physischer oder sexueller Gewalt erlitten haben, benötigen gute medizinische und psychosoziale Betreu­ung. Die Folteropferzentren, die es im gesamten Bundesgebiet gibt, sind hier wichtige Anlaufstellen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert diese wichtigen psychosozialen Einrichtungen mit weiteren 3 Millionen Euro für das Jahr 2016. mehr

21.06.2016

Kinder und Frauen besser schützen und fördern

BMFSFJ, UNICEF und DRK stellen Pilotprojekt in Flüchtlings­unterkunft vor

Heute (Dienstag) hat Bundes­familien­ministerin Manuela Schwesig eine Not­unterkunft in der Marburger Straße in Berlin besucht. Die Ein­richtung, die vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird, gehört zu den Pilot­pro­jekten der Bundesinitiative "Schutz von Frauen und Kindern in Flücht­lings­unterkünften", die das Bundesfamilienministerium ge­meinsam mit UNICEF und anderen Partnern ins Leben gerufen hat. mehr

01.06.2016

Frau­en­haus­ko­or­di­nier­ung e.V. (FHK) ver­öf­fent­licht Ba­sis­in­for­ma­tion zum Auf­ent­halts- und Flücht­lings­recht

Für Frauenhäuser und Beratungsstellen stehen Schutz, Zuflucht und Hilfe für alle von Gewalt betroffenen Frauen im Vordergrund. Sie bieten Beratung und Schutz vor weiterer Gewalt und helfen, die Folgen von Gewalt und Missbrauch zu überwinden und ein gewaltfreies Leben zu führen. Die hohe Anzahl von Sprachprobleme und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit während des Asylverfahrens auf ein sowie unklare Informationen über die Leistungen für die Frauen stellen die Arbeit des Hilfesystems vor neue Herausforderungen. mehr

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Veranstaltungen

Das Bundes­ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat ein bundesweites Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" eingerichtet. Das rund-um-die-Uhr-Beratung­sangebot bietet Betroffenen erstmals die Möglichkeit, sich bundes­weit zu jeder Zeit anonym, kompetent, sicher und barrierefrei beraten zu lassen. Hier finden Sie den Flyer in leichter Sprache. Den Jahresbericht 2015 des Hilfetelefons können Sie hier als PDF herunterladen.

Der englischsprachige WAVE (Women Against Violence Europe) Report 2015 bietet Informationen über die Rolle von spezialisierten Hilfs­an­ge­bot­en für Frauen in Europa. Unter anderem eine Dar­stel­lung von Hilfs­an­ge­bot­en in 46 Ländern und Daten zu natio­nal­en Frau­en-Netz­werk­en in Europa.

Die Bundesärztekammer hat die Empfehlungen zum Umgang mit Patientinnen nach weiblicher Genital­ver­stümmelung überarbeitet. Der Flyer informiert über die For­men weiblicher Genital­ver­stüm­melung, die daraus entstehenden Krankheits­bilder sowie über rechtliche Grundlagen und Beratungs­angebote.

Gewalt und Gesundheit ist Themenschwerpunkt in der Januar-Ausgabe des Bund­es­ge­sundheitsblatts. Vier Bei­träge erläutern Prä­va­lenzen, Gewaltformen und -folgen, darunter ein Bei­trag aus dem Robert Koch-Institut zum Thema "Psychische und körperliche Gewalterfahrungen in den vergangenen 12 Mon­aten in der All­ge­mein­be­völkerung". Vier Bei­träge befassen sich mit Gewalt im Kindesalter, bei fünf Beiträgen stehen bestimmte Gruppen von Erwachsenen im Fokus.

S.I.G.N.A.L. e.V. legt die deutschsprachige Fassung des WHO-Handbuchs "Gesund­heitliche Versor­gung von Frauen, die Gewalt in der Paar­bezie­hung oder sexuelle Gewalt erfahren" vor. Das Hand­buch richtet sich an Mitar­beiter/innen in der Gesund­heitsversorgung und soll helfen, von Gewalt betrof­fene Frauen ange­mes­sen zu versorgen. Beschrieben sind alle für die Erstver­sor­gung und die weitere Unter­stützung wich­tigen Schritte. Das Buch gibt es als kosten­losen Download oder es kann kostenfrei bestellt werden.

Am 15. September 2015 start­ete das EU-weite Projekt United to END FGM: "Euro­pean Knowledge Platform for Professionals dealing with Fe­male Genital Mutilation (FGM)“. Ziel des Projektes ist die Erstellung einer mehr­sprach­igen Online-Wis­sens­platt­form über weibliche Gen­i­tal­ver­stüm­melung, die sich haupt­säch­lich an ver­schied­ene Berufsgruppen richten soll, die mit be­trof­fen­en und gefährdeten Mädchen und Frau­en intensiv Kontakt ha­ben. Teil der Wis­sens­platt­form soll auch ein e-learning Kurs für relevante Be­rufs­grup­pen sein, der mit einem Zer­ti­fi­kat ab­ge­schlos­sen werden kann.

Studierende sind nicht aus­reich­end vor sex­uel­ler Be­läst­i­gung ge­schützt. Zu dies­em Schluss kommt eine Rechts­ex­pert­i­se im Auf­trag der Anti­dis­krim­i­nier­ungs­stel­le des Bund­es. Einer EU-­weit­en Stu­die zu­folg­e ist be­reits mehr als jede zweit­e Stu­dent­in in Deut­schland (54,7 Pro­zent) währ­end der Zeit des Stu­di­ums sex­uell be­läst­igt worden. Ein Drit­tel der Über­grif­fe kam aus dem Um­feld der Hoch­schul­e.

Das BMFSFJ hat gemeinsam mit dem BMJV die aktualisierte Broschüre "Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt" ver­öf­fentl­icht. Welchen Rechtsschutz haben Opfer von häuslicher Gewalt? Was regelt das Ge­walt­schutz­ge­setz? Was ist, wenn Kinder betroffen sind? Zu diesen und weiteren Fragen gibt diese Broschüre um­fas­send Auskunft. Die englische sowie türkische Übersetzung der Broschüre kann auf der Internetseite des BMJV kostenfrei heruntergeladen werden.