Gewalt
Junge Frau macht mit der Hand Stopp-Zeichen

Gewalt

Gewalt wirkt sich unmittelbar auf die seelische und körperliche Gesundheit aus. Häufig zeigen sich die gesundheitlichen Folgen von Gewalt jedoch erst langfristig. Heute wird Gewalt gegen Frauen als öffentliches Problem wahrgenommen.

Das Frauengesundheitsportal bietet Ihnen aktuelle Meldungen und Veranstaltungstipps zum Thema Gewalt sowie Hinweise zu ausge­wählten Materialien.



Meldungen zum Thema

22.06.2016

Bundesfamilien­ministerium unterstützt Folteropferzentren

Zusätzliche Mittel zur Behandlung traumatisierter Flüchtlinge

Flüchtlinge, die Folter, Vergewaltigung oder sonstige schwere Formen psy­chi­scher, physischer oder sexueller Gewalt erlitten haben, benötigen gute medizinische und psychosoziale Betreu­ung. Die Folteropferzentren, die es im gesamten Bundesgebiet gibt, sind hier wichtige Anlaufstellen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert diese wichtigen psychosozialen Einrichtungen mit weiteren 3 Millionen Euro für das Jahr 2016. mehr

21.06.2016

Kinder und Frauen besser schützen und fördern

BMFSFJ, UNICEF und DRK stellen Pilotprojekt in Flüchtlings­unterkunft vor

Heute (Dienstag) hat Bundes­familien­ministerin Manuela Schwesig eine Not­unterkunft in der Marburger Straße in Berlin besucht. Die Ein­richtung, die vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird, gehört zu den Pilot­pro­jekten der Bundesinitiative "Schutz von Frauen und Kindern in Flücht­lings­unterkünften", die das Bundesfamilienministerium ge­meinsam mit UNICEF und anderen Partnern ins Leben gerufen hat. mehr

09.05.2016

Daten­re­port 2016: Sozial­be­richt für Deut­sch­land

Der Datenreport ist ein Sozialbericht, der von der Bund­es­zentrale für politische Bild­ung (bpb) zusammen mit dem Statistischen Bundesamt, dem Wissenschaftszentrum Berlin (ZB) und dem Sozio-oekonomischen Panel des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (SOEP) herausgegeben wird. Die Ausgaben 2016 wurde am 03.05.2016 veröffentlicht und kombiniert Daten der amtlichen Statistik mit denen der Sozial­forsch­ung und schafft ein umfassendes Bild der Lebens­ver­hält­nisse und der Einstellungen der Menschen in Deutschland. mehr

28.04.2016

BÄK-Empfehlungen zum Umgang mit Patientinnen nach weiblicher Genitalverstümmelung überarbeitet

Bundesärztekammer

„Die Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen hat schwer­wiegende körperliche und seelische Folgen. Die anatomischen Besonder­heiten nach Genital­verstümmelung müssen bei Geburt, Operation sowie Wundversorgung funktional, medizinisch und psycho­therapeutisch berücksichtigt werden“, darauf verweist Dr. Ulrich Clever, Menschen­rechtsbeauftragter der Bundesärztekammer (BÄK), in den überar­beiteten Empfehlungen der BÄK zum Umgang mit Patientinnen nach weiblicher Genitalverstümmelung. mehr

10.04.2016

Gewalt in der Geburts­hilfe – Time for change

Unmittelbar zwischen den Veröffent­lichungen der WHO zur „Prevention and elimination of  disrespect and abuse during childbirth - Greater support from governments and development part­ners for research and action“ und dem Aufruf der UNO2 die Gewalt gegen Frauen zu  bekämpfen, hat ENCA, das European Network of Childbirth Asso­ciations die europäische Fachta­gung  „Gewalt in der Geburtshilfe“ organisiert und damit ein Thema aufgegriffen, das hochaktuell und  brisant ist. mehr

31.03.2016

Mehr Sicherheit für Frauen und Kinder in Flüchtlingsunterkünften

BMFSFJ und KfW unterstützen Kommunen mit zinslosen Darlehen für bauliche Schutzmaßnahmen

Sie sind vor Krieg, Terror und Unterdrückung geflohen. Doch auch in vielen deutschen Flüchtlingsunterkünften sind Frauen und Kinder vor Gewalt und Missbrauch nicht ausreichend geschützt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die KfW unterstützen deshalb die Kommunen bei der Finanzierung entsprechender baulicher Schutzmaßnahmen in Flüchtlingsunterkünften. mehr

16.03.2016

Mehr Schutz vor sexueller Gewalt

Das aktuelle Sexualstrafrecht schützt Frauen und Männer nicht vor allen Formen sexualisierter Gewalt. Die Bundesregierung will diese Lücken schließen. Das Kabinett hat jetzt einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen. mehr

15.03.2016

Alle Menschen haben ein Recht auf wirksamen Schutz vor sexualisierter Gewalt

Auf einer gemeinsamen Fachtagung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig, und des Deutschen Jugendinstituts (DIJ) wurden am 15. März wirksame Schutzkonzepte in Erziehungs- und Bildungseinrichtungen diskutiert. Hintergrund bildete der erste Teilbericht des Monitorings zum Stand der Prävention in Deutschland mit Ergebnissen aus qualitativen Erhebungen in Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. mehr

07.03.2016

Drei Jahre Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Immer mehr Frauen brechen ihr Schweigen

Heute (Montag) erscheint der dritte Jahresbericht des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen". Rund 55.000-mal wurde das Hilfetelefon im Jahr 2015 kontaktiert - das sind rund elf Prozent mehr Kontakte als im Jahr zuvor. In mehr als 27.000 Fällen fand eine Beratung per Telefon, Chat oder E-Mail statt. 14.400 von Gewalt betroffene Personen erhielten Unterstützung in Form von Erstberatung, Krisenintervention, Information oder Weitervermittlung. mehr

03.03.2016

Antidiskriminierungsstelle stellt Leitfaden zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz vor

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes veröffentlicht zum Weltfrauentag am 8. März den Leitfaden "Was tun bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz?", der sich an Beschäftigte, Arbeitgeber und Betriebsräte richtet. Es handelt sich um die bisher umfassendste praxisnahe Handreichung zu diesem Problemfeld. mehr

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Veranstaltungen

Das Bundes­ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat ein bundesweites Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" eingerichtet. Das rund-um-die-Uhr-Beratung­sangebot bietet Betroffenen erstmals die Möglichkeit, sich bundes­weit zu jeder Zeit anonym, kompetent, sicher und barrierefrei beraten zu lassen. Hier finden Sie den Flyer in leichter Sprache. Den Jahresbericht 2015 des Hilfetelefons können Sie hier als PDF herunterladen.

Die Bundesärztekammer hat die Empfehlungen zum Umgang mit Patientinnen nach weiblicher Genital­ver­stümmelung überarbeitet. Der Flyer informiert über die For­men weiblicher Genital­ver­stüm­melung, die daraus entstehenden Krankheits­bilder sowie über rechtliche Grundlagen und Beratungs­angebote.

Gewalt und Gesundheit ist Themenschwerpunkt in der Januar-Ausgabe des Bund­es­ge­sundheitsblatts. Vier Bei­träge erläutern Prä­va­lenzen, Gewaltformen und -folgen, darunter ein Bei­trag aus dem Robert Koch-Institut zum Thema "Psychische und körperliche Gewalterfahrungen in den vergangenen 12 Mon­aten in der All­ge­mein­be­völkerung". Vier Bei­träge befassen sich mit Gewalt im Kindesalter, bei fünf Beiträgen stehen bestimmte Gruppen von Erwachsenen im Fokus.

S.I.G.N.A.L. e.V. legt die deutschsprachige Fassung des WHO-Handbuchs "Gesund­heitliche Versor­gung von Frauen, die Gewalt in der Paar­bezie­hung oder sexuelle Gewalt erfahren" vor. Das Hand­buch richtet sich an Mitar­beiter/innen in der Gesund­heitsversorgung und soll helfen, von Gewalt betrof­fene Frauen ange­mes­sen zu versorgen. Beschrieben sind alle für die Erstver­sor­gung und die weitere Unter­stützung wich­tigen Schritte. Das Buch gibt es als kosten­losen Download oder es kann kostenfrei bestellt werden.

Am 15. September 2015 start­ete das EU-weite Projekt United to END FGM: "Euro­pean Knowledge Platform for Professionals dealing with Fe­male Genital Mutilation (FGM)“. Ziel des Projektes ist die Erstellung einer mehr­sprach­igen Online-Wis­sens­platt­form über weibliche Gen­i­tal­ver­stüm­melung, die sich haupt­säch­lich an ver­schied­ene Berufsgruppen richten soll, die mit be­trof­fen­en und gefährdeten Mädchen und Frau­en intensiv Kontakt ha­ben. Teil der Wis­sens­platt­form soll auch ein e-learning Kurs für relevante Be­rufs­grup­pen sein, der mit einem Zer­ti­fi­kat ab­ge­schlos­sen werden kann.

Studierende sind nicht aus­reich­end vor sex­uel­ler Be­läst­i­gung ge­schützt. Zu dies­em Schluss kommt eine Rechts­ex­pert­i­se im Auf­trag der Anti­dis­krim­i­nier­ungs­stel­le des Bund­es. Einer EU-­weit­en Stu­die zu­folg­e ist be­reits mehr als jede zweit­e Stu­dent­in in Deut­schland (54,7 Pro­zent) währ­end der Zeit des Stu­di­ums sex­uell be­läst­igt worden. Ein Drit­tel der Über­grif­fe kam aus dem Um­feld der Hoch­schul­e.

Das BMFSFJ hat gemeinsam mit dem BMJV die aktualisierte Broschüre "Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt" ver­öf­fentl­icht. Welchen Rechtsschutz haben Opfer von häuslicher Gewalt? Was regelt das Ge­walt­schutz­ge­setz? Was ist, wenn Kinder betroffen sind? Zu diesen und weiteren Fragen gibt diese Broschüre um­fas­send Auskunft. Die englische sowie türkische Übersetzung der Broschüre kann auf der Internetseite des BMJV kostenfrei heruntergeladen werden.