«Und das Leid tragen auch noch die nächsten Generationen» - Eine internationale Literaturstudie zur Pflege jüdischer PatientInnen

Details

AutorInAndrea Zielke-Nadkarni
Erscheinungsjahr2004
InPflege, Seite 319 - 328, Band 17, 2004, Heft 5

Kurzbeschrei­bung

"Jüdische Flüchtlinge aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) stellen eine stetig wachsende Minorität dar, über deren pflegerische Bedürfnisse in der Fachliteratur wenig bekannt ist. Weitaus besser untersucht sind die pflegerischen Bedürfnisse von Angehörigen des jüdischen Glaubens außerhalb der GUS, insbesondere von Personen aus den USA, Israel und Kanada. Im Rahmen eines von der Robert Bosch Stiftung geförderten Pilotprojekts zu den Versorgungsbedürfnissen jüdischer Flüchtlinge aus der GUS entstand die nachstehende internationale Literaturstudie. Ziel war es, bereits vorliegende Erfahrungen mit der Zielgruppe zu erheben. Dazu wurden unter den Stichworten «Juden», «jüdisch», «Migranten», «jew», «jewish» «migrants» und «nursing» insgesamt 67 Artikel verschiedener Datenbanken analysiert. Die Literaturstudie generierte folgende international bedeutsame Themen: - die psychosoziale Situation von und daraus resultierende Versorgungsaspekte bei zwei Generationen von Holocaust-Überlebenden, ihren Kindern sowie jüdischen MigrantInnen aus der GUS - die unterschiedlichen religiösen Orientierungen, die in die groben Kategorien orthodox, konservativ und Reformjudentum unterteilt werden, von denen jede spezifische Einstellungen beinhaltet, welche die Pflege beeinflussen - pflegerisch relevante ethisch-moralische Aspekte im Judentum - Besonderheiten bei der Pflege gerontologischer PatientInnen und - soziokulturelle Aspekte palliativer Pflege. Als eines der wichtigsten Ergebnisse zeigte sich, dass jüdische Flüchtlinge aus der GUS insbesondere das Merkmal der Verfolgungserfahrung mit Holocaust-Opfern und ihren Nachkommen teilen, woraus sich spezifische Implikationen für die pflegerische Betreuung ergeben." (Zitat abstract)

(letzte Aktualisierung am: 20.10.2011)

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