Körperliche Symptome und Inanspruchnahme ärztlicher Versorgung bei Frauen in Ost- und Westdeutschland

Details

AutorInWeidner, K./ Brähler, E.
Erscheinungsjahr2004
InGeburtshilfe und Frauenheilkunde 64, 140-146

Kurzbeschrei­bung

"Fragestellung:
Es wird der Frage nachgegangen, ob es Unterschiede in der Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen bei deutschen Frauen im Vergleich zwischen alten und neuen Bundesländern sowie in Abhängigkeit von wesentlichen soziodemografischen Faktoren wie Alter, Bildungsstand, Berufstätigkeit und finanzieller Absicherung gibt.
Material und Methodik:
Im November/Dezember 1998 wurden in einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung 1.122 Frauen ab 18 Jahren befragt. Neben verschiedenen Beschwerdefragebogen kam ein neu entwickelter Fragebogen zum Arztaufsucheverhalten zum Einsatz, in welchem erfragt wird, wegen welcher Beschwerden ein Arzt aufgesucht würde.
Ergebnisse:
Das Inanspruchnahmeverhalten ärztlicher Leistungen ist vorrangig von der Zugehörigkeit zu den alten oder den neuen Bundesländern und in zweiter Linie vom Qualifikationsniveau abhängig. Es zeigt sich, dass Frauen der neuen Bundesländer häufiger über körperliche Symptome sowie somatoforme u.a. psychosomatische Beschwerden klagen, aber signifikant seltener eine Ärztin/einen Arzt aufsuchen würden, unabhängig davon, ob es sich um somatische oder psychosomatische Beschwerden handelt. Auch Frauen mit höherem Qualifikationsniveau würden seltener ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen als Frauen mit geringerem Qualifikationsniveau."
(Zitat: Zusammenfassung in der Zeitschrift).

(letzte Aktualisierung am: 29.09.2010)

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