Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) zur Prävention HPV 16/18 induzierter Zervixkarzinome und deren Vorstufen
HTA-Bericht
Details
| AutorIn | Oliver Damm u. a. |
| HerausgeberIn | Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) |
| Erscheinungsjahr | 2009 |
| Internet | HTA-Bericht |
Kurzbeschreibung
Das DIMDI hat einen Bericht veröffentlicht, der die Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs untersucht. Studien bescheinigen der Impfung demnach einen wirksamen Schutz vor Krebsvorstufen, die von den beiden häufigsten Virustypen verursacht werden. In welchem Ausmaß auch eine langfristige Reduktion der Neuerkrankungszahlen hinsichtlich Gebärmutterhalskrebs erwartet werden kann, ist noch nicht bekannt.
"Nach den Ergebnissen der eingeschlossenen Studien sind die verfügbaren HPV-Impfstoffe wirksam zur Prävention gegen duch HPV 16/18 verursachte prämaligne Läsionen der Zervix. Unklar ist derzeit noch die Dauer des Impfschutzes. Hinsichtlich der Nebenwirkungen ist die Impfung als sicher einzustufen. Allerdings ist die Fallzahl der Studien nicht ausreichend groß, um das Auftreten sehr seltener Nebenwirkungen zuverlässig zu bestimmen. Inwieweit die HPV-Impfung zur Reduktion der Inzidenz und Mortalität des Zervixkarzinoms in Deutschland führen wird, hängt nicht allein von der klinischen Wirksamkeit der Impfstoffe ab, sondern wird von einer Reihe weiterer Faktoren wie der Impfquote oder den Auswirkungen der Impfungen auf die Teilnahmerate an den bestehenden Screeningprogrammen determiniert." (Zitiert aus dem Diskussionsteil der Kernergebnisse des Berichts)
Der Bericht steht im Volltext kostenfrei als Download zur Verfügung (PDF).
(letzte Aktualisierung am: 15.06.2011)